Haarpflege im Sommer Tipps gegen Chlor und Sonne

Sonnencreme fürs Haar: Tipps gegen Chlor und Sonne (Foto)
Haut und Haare brauchen in der Urlaubszeit Extra-Pflege gegen UV-Strahlen. Bild: dpa

Der Urlaub ist zum Entspannen da. Aber für Haut und Haare bedeuten eine Reise in den Süden oder ausgiebige Trips ins Freibad oder an den Kiesteich oft genau das Gegenteil. News.de erklärt, wie Sonne, Meer- und Pool-Wasser nicht zum Stress werden.

Mit der richtigen Pflege können schönheitsbewusste Sonnenanbeter nachhelfen. «Im Urlaub lauern Gefahren für die Haare: Einmal die Sonneneinstrahlung, zum anderen das Salzwasser. Am schlimmsten ist aber die Kombination aus beidem», sagt Markus Hermann. Der Präsident des deutschen Zweigs des internationalen Friseurnetzwerks Intercoiffure in Frankfurt rät deshalb zu besonders ausgiebiger Pflege. Wer sie vernachlässigt, muss Farb-, Glanz- und Volumenverlust in Kauf nehmen.

«Für die Haare gibt es, ähnlich wie für die Haut, Pflegeprodukte mit UV-Schutz», erklärt Hermann. «Sie spenden Feuchtigkeit und sind bis zu einem gewissen Maße wasserfest.» Wer sich gar nicht erst der Belastung aussetzen möchte, kann sich mit Sonnenhut oder Badekappe schützen.

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«Das wäre sicher die wirkungsvollste Methode», sagt Franz-Josef Küveler, Art Director des Zentralverbands des deutschen Friseurhandwerks in Köln. Da Badekappen aber selten modisch bereichern, nutzt sie kaum jemand. Und deshalb sollten Urlauber die Haare nach einem Tag am Strand mit der nötigen Pflege verwöhnen. «Zunächst einmal ist es vernünftig, vor der Reise noch die Spitzen schneiden zu lassen. Denn dort beginnt mit dem Spliss die Haarschädigung.» Durch das Schneiden werden die Spitzen widerstandsfähiger und stabiler.

Salzkristalle wirken wie Brenneisen

Wer den ganzen Tag im Meer schwimmt oder surft, bei dem trocknet das Salzwasser im Haar zu kleinen Kristallen: «Das ist wie mit einem Brenneisen im Haar. Deshalb muss das Salzwasser am Ende des Tages gründlich ausgespült werden», rät Küveler. Sind die Salzreste entfernt und die Haare sorgfältig gereinigt, können Kuren die Belastungen des Tages ausgleichen. «Kuren enthalten Pflegeproteine. Es gibt Produkte, die speziell auf sonnengeschädigtes Haar abgestimmt sind und die Substanzen wieder auffüllen, die die Sonne beschädigt hat», sagt Hermann.

Grünschimmer bei falschen Blondinen

Extra-Pflege brauchen gefärbte Haare: Dunkle Farben bleichen in der Sonne aus. Noch während des Urlaubs können Color-Shampoos als schnelle Lösung helfen. «Diese Shampoos überbrücken die Urlaubszeit, danach sollte aber neu gefärbt werden», rät Küveler. Besonders unangenehm könne es für falsche Blondinen werden. Durch das Chlorwasser in Pools kann ein Grünschimmer entstehen.

Ein Hausmittelchen leistet dann Erste Hilfe: «Einfach eine Aspirin in Wasser auflösen und ins Haar geben. Danach gründlich ausspülen», empfiehlt Küveler. Andere Haushaltshelfer bringen den Glanz zurück. «Wenn das Haar durch Sonne und Salz- oder Chlorwasser stumpf und widerspenstig geworden ist, können saure Produkte helfen. Zum Beispiel reicht es, ganz wenig Zitronensäure oder Essig in Wasser aufzulösen und in die Haare zu geben», rät der Experte. Das bringe Glanz und Kämmbarkeit wieder zurück.

Auch die Haut leidet

Grundsätzlich gelte im Sommer: «Wenn die Haut gespannt ist, sollte man sich auch um die Haare kümmern. Denn bei der Haut spürt man Trockenheit schnell, beim Haar leider nicht», sagt Hermann. «Viele denken an das Hautkrebsrisiko, aber nicht daran, dass die Haut mit der Bräunung auch altert. Und das tut vielen nachher leid», ergänzt Joachim Christ, Facharzt für Dermatologie in Euskirchen bei Bonn. Die Haut brauche stets ausreichend Feuchtigkeit.

«Ein entsprechender Feuchtigkeitspegel kann zum Beispiel durch Milchprodukte erreicht werden. Und spezielle Feuchtigkeitscremes enthalten einen Harnstoff, der gut in die Haut eindringt», erklärt der Dermatologe. Vorsicht sei allerdings bei Mischhaut geboten: Meinen Betroffene es zu gut mit der Feuchtigkeitspflege ihrer Haut, können Unreinheiten entstehen. Das gelte auch für Sonnenschutzprodukte, die teilweise stark rückfettend wirken. «Dann lieber ein Sonnenschutz-Gel verwenden, das auf einer Wasserbasis besteht.»

kat/sca/reu/news.de/dpa

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