Urlaub zum Nulltarif Zürich auf die sparsame Art

Die Stadt ist eine der teuersten Europas. Doch wer weiß, wie, kann Zürich auch ganz ohne Kosten genießen. Gratis ins Museum, kostenloser Fahrradverleih, Badespaß ohne Eintritt - in der Schweiz ist nicht alles teuer.

Zürich (Foto)
Sprung in die Limmat beim öffentlichen Bad «Unterer Letten» Bild: Zürich Tourismus

Ein Muss für Zürich-Besucher ist ein Bummel durch die Haupteinkaufsmeile, die Bahnhofstraße, vorbei an eleganten Warenhäusern, Boutiquen, Designerläden, Cafés und Schokoladengeschäften. Vor allem Letztere bieten gerne kleine Kostproben an. Als erste Anlaufstellen gelten hier Sprüngli, Teuscher und Läderach mit ihren feinen, handgefertigten süßen Träumen. Kaum minder charmant mutet die Flaniermeile entlang der Augustinergasse mit ihren mittelalterlichen Erkern und Fassaden an.

In der Altstadt, genauer am Rosenhof, ist auch der beliebte Kuriositätenmarkt zu finden. Dort gibt es neben vielen Geheimnissen aus fernen Ländern auch original Schweizer Handarbeit zu entdecken. Zum Angebot gehören Kleider, Schmuck, Edelsteine, Lederartikel, handgefertigte Töpfereien, kulinarische Leckereien und Gegenstände aus antiken Zeiten.

Lohnenswert ist fraglos auch der Besuch des Nachtmarktes. Dieser steigt immer an einem anderen Ort. Sein Motto aber bleibt dasselbe: einkaufen, verkaufen, trinken, essen, tanzen - umrahmt von Musik und exotischen kulinarischen Höhenflügen.

Kostenloses für Kulturbeflissene...

Kunstliebhaber und Freunde sakraler Bauten sollten auf keinen Fall den Besuch des spätgotischen Fraumünsters mit seinen großartigen Glasfenstern von Augusto Giacometti und Marc Chagall verpassen. Auch St. Peter, die älteste Pfarrkirche Zürichs, weiß die Besucher in ihren Bann zu ziehen. Da kann sich das Gotteshaus rühmen, über die größte Turmuhr Europas zu verfügen, weiß aber auch mit dem barocken Emporensaal und den reich verzierten gotischen Chorstühlen zu begeistern - und dies natürlich bei freiem Eintritt.

Auf Kulturbeflissene warten noch zahlreiche weitere Attraktionen bei freiem Eintritt: So etwa das Völkerkundemuseum im Alten Botanischen Garten. Dort wird der Besucher mit auf eine kleine Weltreise zu fremden Völkern genommen. Zu sehen sind unter anderem Holzplastiken und Bronzefiguren von verschiedenen afrikanischen Stämmen, Rollbilder und ein dreidimensionales Bardo-Mandala mit 100 Gottheiten aus Tibet und dem Himalaja-Gebirge, Plastiken und Graphiken von Polarvölkern, indianische Kult- und Ritualgegenstände aus Nord- und Südamerika, Ikonen, Masken und Skulpturen aus Asien und Ozeanien.

Gefürchtete Krankheiten, verwegene Eingriffe und seltsame Therapien werden unterdessen im Medizinhistorischen Museum der Universität Zürich thematisiert. Auch Infektionskrankheiten wie Pest, Lepra, Syphilis, Pocken, Tuberkulose, Kinderlähmung und Aids und die Behandlung von Patienten stehen im Blickpunkt der spannenden Ausstellung, die sicherlich nicht jedermann anspricht.

Nicht nur die Augen der Kleinen, sondern auch aller Junggebliebenen dürften beim Besuch des Züricher Spielzeugmuseums leuchten. Die kleine, aber feine Sammlung umfasst Spielzeug aus drei Jahrhunderten. Der Bogen spannt sich von Puppen und Puppenstuben über Eisenbahnen und mechanisches Spielzeug bis hin zu Dampfmaschinen, Zinnfiguren und Brettspielen.

... Naturfreunde...

Derweil kommen nicht nur Pflanzenliebhaber beim Besuch der städtischen Sukkulentensammlung voll auf ihre Kosten, ohne auch nur einen Pfennig zu zahlen. Auf einer Fläche von fast 4800 Quadratmetern wird deutlich, welche Faszination jene wasserspeichernden Pflanzen aus den trockenen Regionen der Erde auszuüben vermögen. Rund 9000 verschiedene Arten aus mehr als 50 verschiedenen Pflanzenfamilien sind in Gewächshäusern und im Freigelände zu sehen, darunter Kakteen, Agaven, Aloen, Wolfsmilchgewächse und Dickblattgewächse.

Kein Besuch Zürichs wäre ohne einen Abstecher zum südöstlich der Altstadt gelegenen Zürichsee perfekt. Das Ufer des 42 Kilometer langen und bis zu knapp vier Kilometer breiten Binnengewässers lädt zu zahlreichen Freizeitaktivitäten ein. Auf den gut asphaltierten Wegen kommen Spaziergänger, Inline-Skater und Radfahrer auf ihre Kosten. Dabei muss der Besucher seinen Drahtesel noch nicht einmal selber mitbringen. Ganzjährig können am Hauptbahnhof sowie von Mai bis Oktober auch an anderen Standorten im Stadtgebiet robuste City-Bikes gegen Vorlage eines gültigen Ausweises und Hinterlegung eines Pfands in Höhe von 20 Schweizer Franken kostenfrei ausgeliehen werden.

... und Angelfreaks

Wem nach einer (Rad-)Tour entlang des Zürichsees oder durch die Altstadt der Sinn nach einer Abkühlung steht, der kann sich direkt im Stadtzentrum an den Flussbädern Oberer Letten und Unterer Letten entgeltfrei in die Fluten stürzen und genüsslich ein paar Bahnen ziehen.

Und selbst wer überaus knapp bei Kasse ist, der muss keine Angst haben, in Zürich zu verdursten oder zu verhungern. Im Stadtgebiet gibt es 1200 Trinkwasserbrunnen, die zudem oft kleine Kunstwerke sind. Und im Zürichsee darf dank des Freiangelrechts ein jeder sein Glück mit Maden, Würmern oder Brotkrumen an der Angel probieren - und dies frei von Gebühren und ohne Angelschein. Keine Frage, so schmeckt einem auch der Besuch einer teuren, aber faszinierenden Stadt.

Lohnend ist auch der Kauf der Zürichcard. Diese bietet unter anderem freie Fahrt mit Bahn, Bus, Schiff, Seilbahn und Tram sowie freien Eintritt in über 40 Museen. Erhältlich ist die Zürichcard im Tourist Office am Hauptbahnhof je nach Gültigkeitsdauer von 24 bis 72 Stunden für 19 bis 38 Schweizer Franken, für Kinder für 13 bis 26 Schweizer Franken.

iwe/iwi/ivb/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • CantrellMarla29
  • Kommentar 1
  • 24.08.2010 10:57

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