Schweiz-Urlaub Preiswerter Nobel-Skiort

Gstaad (Foto)
Der Nobel-Skiort ist auch für Ottonormalverbraucher erschwinglich. Bild: SRT

Für die einen ist es ein Luxus-Knast, für die anderen ein Winterwunderland, das immer für einen Kurztripp gut ist - Gstaad. Wenn es auch Sie in das schweizerische Promi-Skigebiet zieht, dann haben wir hier zehn Dinge, die Sie nicht verpassen sollten.
 

Das Werbemotto von Gstaad «come up, slow down» («Kommen Sie zu uns hoch und lassen sie es ruhig angehen») hat in diesen Tagen eine ironische Note: Regisseur Roman Polanski sitzt unter Hausarrest in seinem Haus in Gstaad. Und zahlreiche Paparazzi stehen sich davor die Beine in den Bauch - in der Hoffnung, dass sich hinter Polanskis Gardinen etwas tut. Was wirklich schade ist, denn der Schweizer Ort hat mehr zu bieten als nur ein Promi-Gefängnis. 

Romantik pur hinterm Pferdehintern

Ueli Reichenbach sieht aus wie ein richtiger Bergmensch mit seinem dichten Bart und dem tief ins Gesicht gezogenen Hut. Und er scheint auch nie zu frieren: Sogar bei dichtem Schneetreiben spannt er seine zwei Pferde vor den Schlitten und fährt damit gut zwei Stunden von Gstaad hinauf zum Lauenensee. Wer Glück hat, der darf bei ihm vorn auf dem Bock sitzen - auch wenn das noch ein bisschen kälter ist als hinten in der Kutsche. Zum Aufwärmen hält der Kutscher am Restaurant «Mattestübli» und gibt eine Runde Glühwein aus.

Frischluftgrillen

Wer nicht schwindelfrei ist, der hat hier keine guten Karten: Gleich hinter der Terrasse der kleinen Hütte «Refuge L'Espace» auf dem Glacier 3000 geht es mehrere hundert Meter hinab in die Tiefe. Dafür versperrt aber auch kein Berg den Blick ins Walliser Val Derborance. Gleich neben dem Fels «Teufelskegel» kann man bei gutem Wetter auf einer kleinen Terrasse auf einem im Tisch eingelassenen Rost sein Fleisch und Gemüse grillen und dabei die Flugkünste der Dohlen bewundern, die über dem Abgrund schweben. Die Hütte selbst bietet nur wenige Plätze und ein bisschen fühlt man sich wie auf einer Polarstation - zumindest sieht es so aus.

Abfahrt ohne Ende

Wer Ski fahren möchte, ohne sich ständig am Lift anstellen zu müssen, der sollte sich die zehn Kilometer lange Abfahrt vom Gletscher Glacier 3000 hinab nach Reusch (von 3000 bis 1400 Meter Höhe) vornehmen. Die Piste ist tiefschwarz ausgeschildert, dafür belohnt sie mit wunderbaren Ausblicken. Die 24 Viertausender kann man aber nur von oben aus sehen.

Käse essen im Kuhstall

Haben Sie schon mal mitten im Kuhstall ein Glas frische Milch getrunken und ein Käsefondue gegessen? Nicht? Verständlich - da würde der Genuss wohl auch vom Geruch im Stall getrübt. Nicht so in Michel's Stallbeizli. Dort hat man zwar freien Blick auf Rosa und Käthi, aber nur durch eine dicke Glasscheibe. Den Käse können Urlauber auch vor Ort kaufen und mit nach Hause nehmen.

Eskimo spielen

Liebe Kinder: Was ihr im Iglu-Dorf erlebt, solltet ihr besser nicht im heimischen Garten nachbauen. Denn die Iglus auf dem Eggli sind von Profis erbaut und schmelzen euch nicht unterm Kopfkissen weg. Im Iglu-Dorf finden in einem Schlafsaal-Iglu sechs Personen mit ihren dicken Schlafsäcken Platz, exklusiver ist die Romantik-Suite mit eigener Toilette und Whirlpool. Wer nur mal Iglu-Luft schnuppern will, der kommt einfach zum Fondueplausch vorbei.

Schloss ohne Mickey Mouse

Schon von weitem sieht man den Bau, der zwar überhaupt nicht ins Ortsbild von Gstaad passt, aber wenigstens die Blicke auf sich zieht: das Hotel Gstaad Palace. Wie das Prinzessinnenschloss in Disneyland sieht die weiße Burg aus - mit dem Unterschied, dass auf den Türmchen keine Mickymäuse zu sehen sind, sondern die Schweizer Flagge. Für eine Nacht im Schloss muss man sein Urlaubsbudget schon ordentlich strapazieren, die bekannte Disko «Green Go» im Keller des Hauses ist aber frei zugänglich.

Mit dem Hund gekommen

Für Verena Linder sind die Huskies nicht einfach nur Haustiere. Vielmehr hat man den Eindruck, dass sie ihre eigene Familie vor den Schlitten spannt, um mit bis zu vier Erwachsenen eine Runde über den Schnee zu jagen. Das Geheul vor der Fahrt ist groß - aber nicht, weil die Hunde keine Lust haben, sondern weil sie es kaum erwarten können. Und das mag man dann auch gerne glauben, wenn die Leinen gelöst sind und die zehn Hunde abgehen wie eine Rakete.

Fast neunundneunzig Luftballons

Der Himmel über Gstaad ist bedeckt. Von bis zu 80 Heißluftballons, die während der Internationalen Heißluftballonwoche durch die Luft schweben (23. bis 31. Januar 2010). Besonders schön ist das Spektakel, wenn die knallbunten Ballons im Abendlicht rund um Gstaad auf den schneebedeckten und glitzernden Wiesen wieder landen.

Spielwiese

Wer weiß, was eine «Kinked Box» ist? Oder «Wood Bonks» oder «Kickers»? Macht nichts - vielleicht muss das auch nur wissen, wer zwischen 13 und 18 Jahren alt ist und sich während der Wintersaison auf eine Sache konzentriert: Snowboarden. Was sich also hinter diesen Begriffen versteckt, findet man im Snowpark «Vanillaz Playground» am Saanerslochgrat heraus. Vorausgesetzt, Ihre Kinder erlauben Ihnen, dass Sie sich auch dort herumtreiben.

Autofrei und uhrenvoll

Der Ortskern von Gstaad lädt abends nach dem Skifahren zum Bummeln ein und das ganz stressfrei. Schließlich ist das Zentrum eine autofreie Zone. Nicht übersehen sollte man beim Shoppen die vielen hübschen Fassaden der alten Bauernhäuser mit ihren Bemalungen und Holzschnitzereien. Worüber man ein bisschen schmunzelt, sind die Uhren- und Schmuckgeschäfte. Entlang der Hauptstraße reihen sich so viele aneinander wie in sonst an keinem Ort der Welt.

  

Weitere Informationen:
Gstaad Saanenland Tourismus, Haus des Gastes, Promenade 41, 3780 Gstaad, Schweiz, Tel. +41 337 48 81 81, Fax 748 81 83, info@gstaad.ch, www.gstaad.ch

sis/reu/news.de

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