Aufschrei für ein intimes Körperteil
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Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach
Artikel vom 26.10.2009
Sie sieht aus wie ein Schmetterling, eine Steinformation oder ein Baumloch - jetzt ist der Vulva eine Fotoausstellung gewidmet. Die Fotografin Grit Scholz blickt mit ihren Abbildungen der weiblichen Geschlechtsteile auf ein Tabuthema.
Schon als Teenager hätte sie gern gewusst, wie andere Frauen «da unten» aussehen, sagt Grit Scholz. Als die pubertäre Scham überwunden ist, reicht es immerhin für scheue Blicke auf das Untenrum der Freundinnen. «Bin ich normal oder stimmt bei mir irgendwas nicht?» lautete dennoch weiterhin ihre Frage, die sich viele andere Mädchen und Frauen bis heute stellen.
Es fehle das schöne positive Bild in der Gesellschaft für Yonis, findet die 44-Jährige. Yoni nennt sie die Vulva, also das gesamte weibliche Geschlechtsorgan mit inneren und äußeren Schamlippen. Der Begriff stamme aus dem Sanskrit. «Mir gefällt dieses Wort sehr gut, genau wie Lingam für Penis. Die Wörter drücken eine große Verehrung und Gleichwertigkeit aus.» Laut einer Studie der Ärztezeitung, an der 9441 Frauen aus 13 Ländern teilgenommen haben, haben 61 Prozent der Frauen «Bedenken, was das Aussehen ihrer Vagina betrifft», und 28 Prozent seien mit den Ermahnungen groß geworden, dass das Berühren der Geschlechtsteile etwas «Schmutziges, Unsauberes oder Böses» sei.
In der westlichen Kultur sei im Gegensatz zur Vulva der Penis ein Zeichen für Stärke und Männlichkeit. «Weiblichkeit wird meist mit Jungfräulichkeit und Reinheit in Verbindung gebracht», prangert die 44-Jährige an. Das «schleichende Ideal» von den rosigen Schamlippen, bei denen die inneren natürlich kürzer sind als das äußere Pendant und dem möglichst gut rasiertem Venushügel hält Scholz für «fast pädophil». Es habe bereits einen Trend zu Schönheitsoperationen im Schambereich hervorgebracht: zur «Designer-Vagina». «Die Männer scheinen eine Angst vor der behaarten, weiblichen Yoni entwickelt zu haben», sagt die Künstlerin. «Es gab Zeiten, da waren die Frauen so kraftvoll, dass sie Feinde vertrieben, indem sie ihre Röcke hochgehoben haben.»
In Vorträgen und Diaschauen besonders vor Frauen-Seminargruppen versucht sie bereits seit Jahren ein Bewusstsein für die Schönheit und Vielfalt der weiblichen primären Geschlechtsorgane weiterzugeben. Jetzt wendet sie sich erstmals an eine breitere Öffentlichkeit und stellt ihr Werk in einem Café in der Leipziger Innenstadt aus. Für ihr Buch und die Ausstellung Tor ins Leben hat Grit Scholz die Vulvas von 65 Frauen fotografiert und den meisten ein Bild aus der Natur entgegengestellt.
Da zeugt die Yoni einer über 70-Jährigen von Erfahrung und deutet die Form eines Blütenblattes an. Eine andere, rosafarbene breitet die Schamlippen aus, wie ein Schmetterling seine Flügel. «Ich habe eine Frau fotografiert, die ihre Yoni auf- und zuklappen konnte», erzählt Grit Scholz. «Das wusste sie vorher selbst nicht.» Mit den meisten Frauen, denen es eine Aufklärungs- und Herzensangelegenheit war, am Buch zu partizipieren, ist Grit Scholz befreundet. Mit ihnen und ihren Männern hat die Künstlerin in einer Gemeinschaft im Brandenburgischen gelebt. Dort sei auch die Idee zum Buch gereift.
Die Reaktionen auf die Ausstellung sind geteilt. Dass die 44-Jährige auch die intimsten Körperstellen ihrer 21-jährigen Tochter und der Mutter auf Fotos zeigt, gereichte einer Boulevardzeitung zur erfolgreichen Suche nach etwas Anstößigem. Grit Scholz selbst sieht darin einen Ausdruck des «generationsübergreifenden tiefen Verstehens». Einige Männer kämen aus Neugierde und mit erotischen Erwartungen. «Die sind meist enttäuscht oder fürchten sich, sie überkommt ein Unbehagen», sagt Grit Scholz. Aber es gibt auch Männer, die sich für ihre Arbeit bedanken, weil sie die gleiche Schönheit nicht nur in den Fotos sehen - wie die Künstlerin selbst. Doch auch Frauen könnten dem ungewohnten Anblick oft nicht standhalten und wendeten sich ab, hat Scholz beobachtet.
Um jedem Anflug von Erotik zu vermeiden, sind auf den Bildern nur Yonis zu sehen. «Ohne Finger wie bei den meisten Fotos in Aufklärungsbüchern und ohne Pobacken», erklärt Grit Scholz. Dann werde die Yoni zu einem Objekt, das aus Form und Farbe bestehe, wie das Bild einer Blume. «Und keiner würde auf die Idee kommen zu sagen: Diese Blume ist aber eklig.»
Ausstellung Das Tor ins Leben, Kontakt: www.das-tor-ins-leben.de
iwi/reu/news.de
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jetzt antwortenKommentar meldenAlso ich finde es total gut, was Grit Scholz da macht. Endlich wird das weibliche Genital nicht als Sexobjekt dargestellt, sondern als das was es ist: ein Teil des weiblichen Körpers in all seinen Variationen. Da ist nichts ekliges dabei. Und diesen Kommentar gestatte ich mir.
jetzt antwortenKommentar meldenEi, wie nett. Hoffentlich ist es dann auch mir gestattet, anderer Meinung zu sein ^^, bin ja auch ein Mensch.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn Sie es so sehen ,dies ist doch ok dann . Aber gestatten Sie anderen den Kommentar dazu zu geben . Jeder sieht es eben anderst .Zum Glück hat jeder Mensch einen anderen Geschmack .Manche finden es schön ,andere nicht . Ist doch halt so ,deshalb sind wir Menschen.
jetzt antwortenKommentar meldenScheuklappen sind mir zu teuer . Ich gehe lieber ohne ,sieht doch doof aus ,Ich habe mich nicht aufgeregt ,sondern ich habe festgestellt ,daß dies mir nicht gefällt .Na ,war doch nur ein Tipp ,wie Sie die Wände gestalten können neu .Ansonsten ist dies Ihnen wirklich überlassen ,wie Sie ihre Wände schmücken .Claudia die Große
jetzt antwortenKommentar meldenInteressant, es ist für viele nach wie vor nichts Natürliches, sondern ein Tabu. Auf der einen Seite fällt uns die Nacktheit überall an und niemand regt sich auf, auf der anderen Seite - lustigerweise speziell dann, wenn es mal nur um Frauen und nicht um den Mann und seine Belange geht, wird aufgeschriehen. Warum wird die Vagina nicht als das gesehen, was es ist? Als etwas Natürliches und auch Schönes, das Respekt verlangt. Wer das abwertend als "Fotze" bezeichent, zeigt damit auch deutlich, was für einen Stellenwert die Frau für ihn hat. Hinsehen und Nachdenken
jetzt antwortenKommentar meldenWie ich meine Wände schmücke, dürfte Ihnen egal sein, 11085. Regen Sie sich immer über alles von Ihnen Gesehene so derartig auf? Vielleicht sollten Sie Ihre Toleranzgrenze etwas ausdehen, Herr oder Frau 11085, oder Scheuklappen kaufen. Dann klappt's.
jetzt antwortenKommentar meldenTipp an die Künstlerin : Wie wäre es mit einer Penis Ausstellung . Neue Austellung dann . Geht doch auch .
jetzt antwortenKommentar meldenHängen Sie sich doch die Bilder an die Wand . Claudia die Große Man kann nicht einfach weiter blättern ,wenn man so was sieht . Ich gehe nicht blind durchs Leben .
jetzt antwortenKommentar meldenEhrlich gesagt finde ich die Kommentare von den meisten Lesern hier zu dieser Ausstellung anstößiger und schockierender, als die Ausstellung selbst. Wenn ihr diese Art Kunst und Artikel darüber nicht sehen/lesen wollt, dann guckt doch nicht hin bzw. "blättert" weiter. So einfach ist das. Ich kann gar nicht fassen, wie hinterwäldlerisch--besonders wenn es um das weibliche Geschlecht geht--die Allgemeinheit auch heutzutage noch ist!
jetzt antwortenKommentar meldenHat Sie die intimen Körperteile alle in Natura gesehen ?Muß Sie ja , denn so ohne weiteres kann man dies nicht malen . Man muß so etwas sehen und dann Skizzen dazu machen .Dann hatte Sie ja Ihr Vergnügen sicherlich und dann noch auf Leinen bringen .Hat Sie den Namen von den Frauen registriert und Alter der intimen Körperteile ?
jetzt antwortenKommentar meldenFehlerteufel ,es muß intimes heißen .
jetzt antwortenKommentar meldenFehlt noch ,daß Sie Ihr intiemes Körperteil da bei der Ausstellung präsentiert ,dann wäre es perfekt. Dann sieht man auch eins in Natura .Man sagt ja : In der Kunst ist alles erlaubt .Sieht man ja nun . So etwas könnte ich nicht auf die Leinwand bringen.
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jetzt antwortenKommentar meldenWas intim ist, sollte intim bleiben. Und jeder weiß, worum es geht, da braucht man so eine Ausstellung gar nicht.
jetzt antwortenKommentar meldenMichelangelo und seine weltberühmte Kunstkollegen werden in ihren Grab schön langsam umdrehen, sogar rausspringen, und aufschreien: "Neeeeeeeeeeein! Warum habe ich mich sooo bemüht, wenn DAS KUNST so einfach und schirch ist?!". Also alles was Recht ist, aber::: bitte mit Sahne !!! Oder? Das wäre doch was!, und Playboy könnten wir vergessen... "unschuldige..."
jetzt antwortenKommentar meldenSie sind wunderschön. Ich bewundere diese Frauen für ihren Mut sich so verletzlich zu zeigen. Ich würde mir mehr Kunst in dieser Form für Frauen wünschen.
jetzt antwortenKommentar meldenes ist ein wunderwerk der natur ,wie vielfältig und schön sie anzusehen sind.alle nutzen sie in vielfältiger art und weise.es ist wunderbar sie zusehen,aber am liebsten natura. fränki
jetzt antwortenKommentar meldenBei dieser Fotzen-Parade kommt mir das grosse Kotzen,obwohl ich beileibe kein Kostverächter bin.Und alles unter dem Namen " KUNST ".
jetzt antwortenKommentar melden...ich bin absolut nicht prüde....aber das geht zu weit...finde ich....ekelhaft..
jetzt antwortenKommentar meldenAlso - da ist ein Penis doch weit schöner als so etwas - es sei denn er ist völlig entstellt so wie diese Vaginas. Aber diese Künstlerin denkt wohl, wenn man es sich lange genug einredet und vorzeigt, kann man es vielleicht auch eines Tages wirklich selber glauben, dass so etwas schön sein soll. War - bis heute - kein so wirklicher Fan von rasierten Genitalien - doch diese Bilder trieben mich zur vollständigen Überzeugung. Werde sofort mein rosa Lady Shaver suchen...
jetzt antwortenKommentar melden...uahhhh, wie wärs den mit einer Plural Austellung, das wäre dann mal was für die Frau, um sich in aller Öffentlichkeit mal so richtig aufzugeilen... Man, wie verklempt sind denn die Macher solcher Ausstellungen eigentlich... kommt mir vor, wie das Buch "Feuchtgebiete", eine Schweinerei hoch 10, keiner hats gelesen, aber alle reden mit... Pfui Teufel sag ich da nur, übergroße Vaginas in Leinwand verewigt. Also, ich bin bestimmt kein Kostverächter und bestimmt ein Freund der Geilen Pussi, aber so dargestellt kommt mir das Kotzen !!!
jetzt antwortenKommentar meldenSeit Jahrzehnten versucht der Künstler Nicola Pari eine Bresche für die Vagina zu schlagen.Er nennt sie liebevoll "Mimöse,sensibelste Blume der Erde" Er gibt sogar eine Gebrauchs-Anweisung. Lotshi
jetzt antwortenKommentar melden"The internet is for porn..." Wenn ich die beliebtesten Themen hier sehe, dann sieht man es mal wieder. :-)
jetzt antwortenKommentar meldenIst ok. Tolles Buch, Tolle Bilder. Aber auf manche hätte man auch verzichten können. Wirkt teilweise abstoßent und man muß überlegen ob das dargestellte Genital auch wirklich Gesund ist. Aber dennoch ein gelunges Kunstwerk und Meilenstein in unserer auch zu prüden und verklemten Land.
jetzt antwortenKommentar meldenIn der heutigen Zeit ist auffallen um jeden Preis offensichtlich der wichtigste Faktor um an viel Geld zu kommen, es kann dem einzelnen egal sein was dieser unter Kunst versteht, die Kirche verstand auch über Jahrhunderte hinweg erotische Darstellungen als sakrale Kunst was solls ist doch legal oder egal.
jetzt antwortenKommentar meldenSollte dies wirklich zu weniger Kindern führen, hat das auch seinen Sinn! Momentan suchen sich außergewöhnliche Kinder ihre außergewöhnlichen Eltern aus..
jetzt antwortenKommentar meldenWegen Verstoß gegen die Netiquette gesperrt.
jetzt antwortenKommentar meldenKunst kommt von Können . Ich muß die Technik beherschen ,also können. Es gibt sehr viele Techniken in der Kunst . Jeder wendet die Technik an ,die er am liebsten macht und wo er sich schöpferisch äüßert . Jeder hat einen anderen Geschmack .Kommt seine schöpferische Darstellung an , dann ist er auf dem richtigen Weg in seiner Kunst .Je mehr Techniken ich kann um so mehr macht es Spaß Bilder zu gestalten .Ich komme immer wieder auf die Oel- Malerei auf Leinen zurück ,dies mache ich sehr gerne .
jetzt antwortenKommentar meldenAllzu öffentlicher Umgang mit den entblössten Körperteilen führt zu weniger sex und damit zu weniger Kindern. Da gab es schon Studien drüber. Die Reizschwelle nimmt ab und somit die Lust. Ob das also alles so gut ist, was derzeit "gemacht" wird wage ich zu bezweifeln im Hinblick auf noch weniger Kinder etc. pp. Das stimmt mich alles sehr nachdenklich!
jetzt antwortenKommentar meldenKunst kommt von können, ist das typische Gelaber von Kleinbürgern/Spiessern, die von Kunst 0 Sachverstand haben. Schaut euch doch besser das Nacktmodel auf Seite 1 der BILD an anstatt hier euren Senf abzugeben. Kunst hat etwas mit persönlicher Entwicklung, erweiterung des Bewusstseins und Neugier zu tun. Den meisten Menschen hat der Herr es aber nicht gegeben, und deswegen begreifen sie auch nichts. Man muss nicht ALLES gut finden und der persönliche Geschmack spielt ja auch noch eine Rolle. Aber man sollte manches einfach nur tolerieren.
jetzt antwortenKommentar meldenIch schaue sie mir auch lieber in Natura an, anstatt auf Fotos. Ausserdem schmecken sie auf Fotopapier nach nichts. muschis auf Fotos anschauen, ist wie im TV einer Kochshow zusehen...man hat nichts davon. man riecht nichts, man schmeckt nichts, und man wird nicht satt.
jetzt antwortenKommentar meldenStimmt ,Kunst kommt von Können .Eigenartuge Kunst ,aber sicherlich der Geschmack ,die es machte .Mein Geschmack nicht .
jetzt antwortenKommentar meldenKunst kommt von können, käme es von wollen, hieße es Wulst !
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