Für Deutsche spielt die Sexualität in der Beziehung eine große Rolle. Der Paartherapeut Oskar Holzberg warnt allerdings in einem Interview mit der Apotheken Umschau vor unrealistischen Erwartungshaltungen.
(PR-Meldung) Für die Mehrheit der fest liierten Deutschen - nämlich 55,4 Prozent - ist Erotik ein wesentlicher Bestandteil ihrer Partnerschaft. Das hat eine repräsentative Umfrage, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2028 Bundesbürgern ab 14 Jahren, im Auftrag der Apotheken Umschau herausgefunden. Vor allem für Männer spielt das Thema in ihrer Beziehung eine große Rolle (Männer: 60,1 Prozent, Frauen 50,5 Prozent). Jeder fünfte männliche Befragte (19,7 Prozent) wünscht sich mehr sexuelle Aktivität und bedauert, dass seine Partnerin «da leider nicht mitmacht». Der Hamburger Paartherapeut Oskar Holzberg betont dazu in der Apotheken Umschau, vor allem in Bezug auf Sexualität seien die Ansprüche in Beziehungen gestiegen: «Wir haben heute alle relativ hohe Ideale und Glücksvorstellungen».
Zwei Drittel der Männer und Frauen, die in einer Partnerschaft leben, sprechen der Umfrage zufolge heutzutage auch offen mit ihrem Partner über ihr Sexualleben (66,7 Prozent). Drei von fünf (63,1 Prozent) geben zudem an, die Sexualität in ihrer Beziehung sei im Laufe der Zeit intensiver, vertrauter und schöner geworden. Gleichzeitig sagen aber auch 66,7 Prozent, gute Gespräche, Zärtlichkeit und andere Gesten der Zuneigung hätten in ihrer Beziehung die Sexualität von der Wichtigkeit her verdrängt.
Paartherapeut Holzberg rät allen Paaren, nicht gleich aufzugeben, wenn die Lust nachlasse. Vielmehr müssten gemeinsam neue Wege gesucht und offen über Wünsche und Bedürfnisse gesprochen werden. Wer eine Beziehung lange stabil und glücklich halten wolle, müsse von unrealistischen Erwartungshaltungen abrücken, sagt er. Nach Holzbergs Ansicht gehe jedes Paar durch Krisen und müsse bereit sein, diese anzunehmen und gemeinsam zu überwinden.
Quelle: Unternehmensmeldung vom Verlag Wort und Bild/bok/reu/news.de