Regional trinken für's Klima
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Wer sich im Restaurant ein italienisches Wässerchen zum Wein bestellt, das mit dem Lastwagen über den Brenner transportiert wurde, ist nicht nur durstig, sondern vor allem dumm.
(PR-Meldung) Selbst in den exotischsten Urlaubsorten kann man als Gast französische oder italienische Marken ordern. Zu diesen Zielen werden die schweren Glasflaschen im Zweifel gleich über die zehnfache Strecke oder mehr verfrachtet. Der Transport schlage in der Ökobilanz eines Mineralwassers mit 30 Prozent zu Buche und sei der entscheidende Faktor für die Umweltlast. Expertenschätzungen des Heidelberger Institutes für Energie- und Umweltforschung (IFEU) zufolge legt ein sogenanntes internationales Wasser im Schnitt 850 Kilometer zurück, bis es in unserer Kehle prickelt. Das gleiche Prickeln erlebt der Verbraucher jedoch auch, wenn er ein deutsches Produkt wählt, das laut einer aktuellen Studie des Instituts im Schnitt immerhin 260 Kilometer gereist ist, berichtet die Wochenzeitung Die Zeit.
Mit dem Kauf von regionalem Wasser könnte der Verbraucher einerseits das Klima schonen, gleichzeitig aber auch die eigene Region fördern. Zudem füllten die deutschen Brunnenbetriebe ihr Wasser überwiegend in Mehrwegflaschen ab, die den meisten Studien zufolge ökologische Vorteile hätten, aber im Handel gegen die Einwegprodukte das Rennen leider verlieren. Über 130 Liter Mineralwasser trinkt jeder deutsche Verbraucher im Schnitt jedes Jahr. Nach Kaffee und noch vor Bier sei es das zweit beliebteste Getränk. Leider profitieren die regionalen Brunnen von diesem Trend erst wenig, doch nun setzen einige von ihnen zu offensiven Marketingstrategien an.
Was beim Essen bereits gut funktioniert - beispielsweise die Vermarktung von lokalem Honig, regionaler Milch oder Fleisch vom Bauern am Stadtrand - soll nun auch dem regionalen Mineralwasser Aufschwung verleihen. Geschafft haben es bereits diejenigen Brunnen, die ihrer Marke zu einem Kultstatus verholfen haben. In den Szenekneipen der Promi- und Luxusinsel Sylt beispielsweise wird wie selbstverständlich Wert auf das lokale Mineralwasser gelegt. Auf der Insel sprudelt es im Naturschutzgebiet aus 650 Metern Tiefe. Näher am Verbraucher geht es kaum. Weitere Informationen über regionale Brunnen findet man unter www.mineralwasser.com.
Quelle: Unternehmensmeldung des aid/bok/ivb/news.de