Haftpflichtversicherung Gefälligkeitsschäden

Gefälligkeitsdienste (Foto)
Bei einer Schlüsselübergabe an Freunde sollte die Hausratversicherung aufgestockt werden, damit die Freundschaft im Schadensfall bleibt. Bild: dpa

Mit Beginn der Urlaubszeit werden viele Wohnungsschlüssel an Nachbarn oder Freunde weitergereicht. Die gießen Blumen, holen die Post oder füttern die Fische. Wer dann im Falle eines Schadens haftet, weiß die Zuricher. 

(PR-Meldung) Freunde, Verwandte oder Nachbarn werden, wenn es in die Sommerferien geht, regelmäßig als Haushüter angeheuert. Sie sollen sich während der Abwesenheit um Hab und Gut kümmern. Doch bei diesen Freundschaftsdiensten kann auch mal etwas daneben gehen: ein aufgequollener Parkettboden durch einen übergelaufenen Blumentopf oder eine umgefallene Vase. Nicht selten kommt es hier auch zwischen guten Freunden zum Streit darüber, wer für Schäden aus Freundschaftsdiensten haftet.

Grundsätzlich gilt: Die Person, der geholfen wurde, muss die Kosten tragen, der Helfer haftet für Missgeschicke im Rahmen seiner Gefälligkeit nicht automatisch. Daher ist ein Einschluss von sogenannten Gefälligkeitsschäden in der Haftpflichtversicherung ratsam. Der Versicherungsschutz kann unangenehmen Streitigkeiten um Freundschaftsdienste unterbinden. Aber wo endet die Gefälligkeit? Der Gesetzgeber gewährt dem Helfenden Schutz: Er muss Schäden nicht bezahlen, die durch einen unentgeltlichen Gefälligkeitsdienst entstanden sind. Deshalb tritt auch die private Haftpflichtversicherung des Helfenden nicht ein.

Die Kosten muss die Person tragen, der geholfen wurde - wie bei einem selbstverursachten Schaden. Das Problem dabei: Was genau als Gefälligkeitsdienst gilt, ist allerdings Auslegungssache. Daher entscheidet in letzter Instanz oft ein Gericht darüber, ob es sich um einen Freundschaftsdienst handelt und wer entsprechend den Schaden zu begleichen hat.

Quelle: Unternehmensmeldung der Zurich Gruppe Deutschland/ots/bok/reu/news.de

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