Dick auftragen erlaubt
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Der Po ist rot, oft auch pickelig. Das tut weh und Eltern wollen durch Wundcreme schnell Abhilfe schaffen. Was ist drin in Babycreme, fragte Öko-Test und kam zu überraschend guten Ergebnissen.
(PR-Meldung) Windeldermitis ist die Volkskrankheit unter den Babys. Für alle Nnichteltern zur Aufklärung: Es handelt sich um einen feuerroten Po, der ständig brennt und Grund für viel Geschrei ist. Immerhin ein Drittel aller Wickelkinder sind davon betroffen, laut Öko-Test. Außer die Windel regelmäßig und oft zu windeln, lieber mit klarem Wasser als mit Feuchttüchern zu reinigen und viel Luft an den kleinen Hintern zu lassen kann man nicht viel tun. Auch gute Wundschutzcremes können helfen. Sie gehören zu den wenigen Kosmetika, die Babys wirklich manchmal brauchen. Viele enthalten Zinkoxid, das entzündungshemmend wirkt. Verbreitet sind auch heilungsfördernde Zusätze wie Ringelblume, Kamille oder Panthenol. Die Vverbraucherzeitschrift Öko-Test wollte wissen, wie es um die weiteren Inhaltsstoffe bestellt ist, und hat 17 Wundschutzcremes ins Labor geschickt. Das Ergebnis: Fast die Hälfte der getesteten Cremes ist «sehr gut». Selbst bei den Schlusslichtern im Test hat es noch für ein «befriedigend» gereicht.
Kein Produkt fiel durch problematischen Konservierungsmittel oder Allergie auslösende Duftstoffe auf. Dennoch unverständlich bleibt die Parfümierung solcher Wundschutzcremes. Im Test betrifft das immer noch neun Produkte. Die Öko-Tester straften diese unnötige Belastung der zarten Babyhaut mit Punktabzug. Der wasserfreie Wundschutzklassiker Penaten Creme hat als ersten Inhaltsstoff Petrolatum (Vaseline) deklariert. Bei der Sebamed Baby Wundcreme kommt Petrolatum an zweiter Stelle gleich nach Wasser und vor einem weiteren Erdölprodukt: Paraffinum liquidum. Hier wurde gleich um eine ganze Note abgewertet, da sich Erdölprodukte bekanntermaßen schlechter ins natürliche Gleichgewicht der Haut einbinden als pflanzliche Öle. Dass es bei Wundschutzpasten auch ohne Erdöl geht, zeigen die Produkte von Töpfer und Müller-Drogeriemarkt. Sie sind überwiegend auf der Basis von Lanolin hergestellt.
Drei Test-Produkten werben mit dem Zeichen «Dermatest». Dermatest ist eines der Institute, die im Auftrag der großen Kosmetikfirmen die vor einer Markteinführung üblichen Tests zur Hautverträglichkeit machen. Firmen, die mit diesen Tests werben wollen, entwerfen sich in der Regel selbst ein siegelähnliches Zeichen. Bevor Kosmetika auf den Markt kommen, ist ein sogenannter Epikutantest üblich. Bei Dermatest wird dabei frühestens nach 24 Stunden die betroffene Hautstelle von einem Hautarzt auf Irritationen untersucht. Noch zwei weitere Tage lang wird die Stelle beobachtet. «Um die Sicherheit eines Kosmetikprodukts zu bestätigen, sind längerfristige echte Anwendungstests sinnvoller», sagt selbst Dr. Gerrit Schlippe von Dermatest gegenüber Öko-Test. Dieses Siegel sollten Eltern also nicht allzu ernst nehmen. Die genauen Ergebnisse des Tests können unter www.oekotest.de abgerufen werden.
Quelle: Unternehmensmeldung von Öko-Test/bok/news.de