Positive Auswirkungen von UV-Licht Vitamin D ist ein Hormon

Vitamin D (Foto)
In der Sonne wird die Bildung von Vitamin D angeregt und noch einiges mehr. Bild: dpa

10 Minuten Sonne pro Tag sind gut für Knochenbau, Muskulatur und Immunsystem.

Die wohl bedeutsamste, positive biologische Wirkung des UV-Lichts ist die Bildung von Vitamin D. Unter Einwirkung des Sonnenlichts wird Vitamin D in der Haut hergestellt. Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin und besitzt Hormonwirkung. Es ist wichtig für den Knochenbau, die Muskulatur und das Immunsystem. Das Vitamin dient dazu, das Kalzium aus der Nahrung durch die Darmwand ins Blut zu transportieren. Kalzium stärkt die Knochen und ist für ein reibungsloses Funktionieren von Muskeln und Nerven unerlässlich. Mit Hilfe von UV-Strahlen entstehen in der Oberhaut Provitamine. Diese werden dann zur Leber und anschließend zu den Nieren transportiert und dort in das eigentliche Vitamin D umgewandelt. Der Name Vitamin D ist übrigens irreführend, denn echte Vitamine kann unser Körper nicht selbst bilden. Vitamin D ist also streng genommen ein Hormon.

Täglich in kleinen Mengen genossen, schützen Sonnenstrahlen sogar vor Krebs. Einige wissenschaftliche Studien mehren die Anzeichen für einen Schutzeffekt gegen Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs ebenso wie gegen Eierstock- und Lymphknotentumore. Auch dieser schützende Effekt der Sonne entfaltet sich über Vitamin D. In Laborversuchen hat man festgestellt, dass es das Wachstum von Tumorzellen hemmt. Das mit Hilfe der UV-B-Strahlung gebildete Vitamin D gilt auch als Schutzstoff vor Zuckerkrankheit, Osteoporose und dem Metabolischen Syndrom. Einen Freispruch für das stundenlange Aalen in der prallen Sonne geben die Wissenschaftler aber keinesfalls. Um genügend Vitamin D zu produzieren, reichen 10 Minuten Sonne pro Tag vollkommen aus. In der medizinischen Therapie wird UV-Strahlung unter anderem zur Behandlung von Schuppenflechten und Neurodermitis sowie zum Abbau bestimmter Befindlichkeitsstörungen verwendet. Lichttherapien besispielweise werden bei Depressionen und gestörtem Schlaf-Wach-Rhythmus angewendet.

Zu einem Vitamin-D-Mangel kann es in unseren Breiten vor allem im Herbst und Winter kommen. Betroffen sind meist Ältere, Menschen mit dunklerer Haut sowie Säuglinge und Kleinkinder. Das Solarium hilft hier nicht, denn UV-A-Strahlung erzeugt kein Vitamin D. Am wirksamsten ist der tägliche, kurze Gang an die frische Luft, um etwas Tageslicht an die Haut zu lassen: Ein Viertelstündchen reicht auch bei bewölktem Himmel für die Vitamin-D-Produktion aus, sofern Hände, Gesicht und auch Unterarme unbekleidet sind. Selbst die diffusen, von Boden und Wänden reflektierten UV-Strahlen sorgen für ausreichende Vitamin-D-Mengen. Wird im Sommer genügend Vitamin D produziert, legt der Körper in der Haut einen Vitamin-D-Speicher an. Auf ihn kann in der sonnenarmen Jahreszeit von Oktober bis März zurückgegriffen werden. Kleinere Mengen Vitamin D aus Nahrungsmitteln erhält man vor allem über den Verzehr fetter Fischarten wie zum Beispiel Hering, Lachs und Makrele sowie aus Leber, Kalbfleisch und Eigelb - und natürlich, wer's mag, aus Lebertran.

Quelle: sonnenschutz-sonnenklar.de/bok/news.de

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