05.10.2019, 16.45 Uhr

Meghan Markle und Prinz Harry: "Mobbing"! Jetzt verklagen sie beide die britische Presse

Prinz Harry erhebt schwere Vorwürfe gegen die britische Boulevardpresse. Wegen der Veröffentlichung eines privaten Briefes, den Meghan an ihren Vater geschrieben hatte, verklagen die Royals jetzt die Briten-Zeitung "Mail on Sunday".

Prinz Harry und Meghan Markle setzen sich gegen die britische Presse zur Wehr. Bild: dpa

Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38) fühlen sich durch eine "rücksichtslose Kampagne" der britischen Boulevardpresse bedroht und gehen nun in die juristische Gegenoffensive. Das teilte der Prinz in der Nacht zum Dienstag auf seiner Webseite mit.

Meghan Markle und Prinz Harry verklagen "Mail on Sunday" wegen privater Brief-Veröffentlichung

Die Klage, unter anderem wegen Missbrauchs privater Informationen, richte sich gegen die "Mail on Sunday" und die Mutterfirma Associate Newspapers, teilte das Anwaltsbüro des Paares mit. Die Mediengruppe habe falsche und "vorsätzlich abfällige" Berichte über Meghan geschrieben, wie auch über Prinz Harry. Auslöser war ein privater Brief Meghans, den die "Mail" veröffentlicht und kommentiert hatte.

Prinz Harry wütet gegen die Briten-Presse

In seiner Erklärung schreibt Prinz Harry, dass seine Frau "eines der jüngsten Opfer der britischen Boulevardpresse" geworden sei, die "ohne Rücksicht auf die Folgen rücksichtslose Kampagnen im vergangenen Jahr geführt habe, während ihrer Schwangerschaft und während wir unseren neugeborenen Sohn aufgezogen haben". Da das Medienhaus bisher jede Lösung der Frage abgelehnt habe, müsse die Frage gerichtlich gelöst werden.

Prinz Harry will seine Frau beschützten! Er will nicht, dass Meghan die nächste Prinzessin Diana wird

Harry erinnerte daran, dass "diese unerbittliche Propaganda auch menschliche Kosten" habe. Damit meinte er die tödliche Verfolgungsjagd in Paris, bei der seine Mutter, Prinzessin Diana, zusammen mit ihrem Lebensgefährten Dodi al-Fayed Ende August 1997 auf der Flucht vor Paparazzi ums Leben kam. Er wolle keine Wiederholung der Geschichte. "Ich habe meine Mutter verloren, und jetzt sehe ich, wie meine Frau Opfer derselben starken Kräfte wird."

Wurde Herzogin Meghans Brief an ihren Vater böswillig verändert?

Prinz Harry wirft den Medien vor, den privaten Brief seiner Frau widerrechtlich veröffentlicht und böswillig verändert zu haben, um die Leser zu manipulieren. "Sie haben sie absichtlich in die Irre geführt, indem sie ausgewählte Absätze, bestimmte Sätze und sogar einzelne Wörter strategisch weggelassen haben, um die Lügen zu verschleiern, die sie über ein Jahr lang verbreitet hatten." Für Prinz Harry gibt es daher nur noch einen Schritt: Er wird "gegen diese Methoden aufstehen, denn sie zerstören Menschen und Leben." Weiter erklärte er in seinem Statement: "Einfach gesagt: Es ist Mobbing, das Angst macht und Leute zum Schweigen bringt." Die Klage gegen die Briten-Presse sei bereits seit Monaten vorbereitet worden, heißt es.

Meghans Anwälte teilten zudem mit, dass die Herzogin die Anwaltskosten mit ihrem eigenen Geld bezahlen werde. Sollte die "Mail on Sunday" zu einer Zahlung an Meghan verurteilt werden, dann wolle man das Geld einer gemeinnützigen Organisation zur Bekämpfung gegen Mobbing spenden.

"Mail on Sunday" bestreitet Prinz Harrys Vorwürfe der Manipulation

Die "Mail on Sunday" streitet die Vorwürfe der Royals vehement ab. Ein Sprecher der Zeitung erklärte in einem Statement, dass sie weiterhin zu der veröffentlichten Geschichte über Meghan Markles Brief stehen."Insbesondere bestreiten wir kategorisch, dass der Brief der Herzogin in irgendeiner Weise bearbeitet wurde, die seine Bedeutung verändert hat."

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sba/rut/news.de/dpa

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