27.08.2019, 23.27 Uhr

Jay-Z: US-Rapper Meek Mill: Jahrelanger Rechtsstreit endlich beendet

US-Rapper Meek Mill war für viele Beobachter und Aktivisten ein Symbol für die Ungerechtigkeit des US-Justizsystems. Jetzt ist der Prozess gegen ihn endlich beendet.

Meek Mills jahrelanger Rechtsstreit ist Geschichte Bild: JStone / Shutterstock.com/spot on news

Der jahrelange Rechtsstreit des US-Rappers Meek Mill (32, "Whatever You Need") mit der US-Justiz ist Medienberichten zufolge beendet. Wie unter anderem die US-Tageszeitung "The New York Times" berichtet, hat sich der Musiker auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingelassen. Er bekannte sich demnach des Waffenbesitzes für schuldig, im Gegenzug wurden die anderen Anklagen gegen ihn fallengelassen. Dafür warten keine weiteren Strafen oder eine Bewährung auf den Ex-Freund von Nicki Minaj (36, "Starships"). Die Justiz beschäftigte sich über eine Dekade mit Mill.

Das Album "Championships" von Meek Mill finden Sie hier

Der illegale Waffenbesitz geht auf eine Anklage aus dem Jahr 2007 zurück. Die Justiz verzichtete dafür darauf, dem schon mehrfach im Gefängnis gesessenen Rapper weitere Haftstrafen aufzubrummen. Auch die eigentlich noch laufende Bewährung wurde nun aufgehoben. Die letzte Verurteilung war im Jahr 2017, in der er für bis zu vier Jahre Gefängnis verurteilt wurde, weil er gegen seine Bewährungsauflagen aus dem Jahr 2008 verstoßen habe. Er saß fünf Monate hinter Gittern und kam dann auf Bewährung frei. Damals wurde er zu acht Monaten Gefängnis und zehn Jahren auf Bewährung verurteilt. Das rief allerdings auch prominente Unterstützer auf den Plan.

2017 meldeten sich seine Musikerkollegen Jay-Z (49) und Rick Ross (43) unterstützend zu Wort. Meek Mill wandelte sich im Laufe der Jahre zu einem Aktivisten für die Reform der US-Strafjustiz und wurde als Symbol für die "zwei Amerikas" angesehen, womit eine Benachteiligung von Afroamerikanern im US-Justizsystem gemeint ist. Laut einem Statement, das der "New York Times" vorliegt, sagte er: "Ich bin sehr dankbar dafür, dass mein langer Kampf endlich hinter mir liegt und sehe es mit Wohlwollen, dass er eine dringend nötige Diskussion über eine Justizreform und die Ungleichheiten, die in unseren beiden Amerikas existieren, angestoßen hat."

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