13.03.2019, 11.51 Uhr

USA: Bestechungsskandal in den USA: Felicity Huffman ist auf Kaution frei

Ein Bestechungsskandal erschüttert die USA. Im Zuge dessen wurde "Desperate Housewives"-Star Felicity Huffman vorübergehend festgenommen.

Schwere Anschuldigungen gegen Felicity Huffman Bild: F. Sadou/AdMedia/ImageCollect/spot on news

Paukenschlag in den USA. Zahlreiche Eltern, darunter Promis wie die Schauspielerinnen Felicity Huffman (56, "Desperate Housewives") und Lori Loughlin (54, "Full House"), sind offenbar in einen Bestechungsskandal verwickelt. Sie sollen Schmiergeld gezahlt haben, um ihre Kinder an Elite-Unis unterzubringen. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben. Huffman ist deswegen in Los Angeles vorübergehend festgenommen worden. Nach der Zahlung einer Kaution in Höhe von 250.000 US-Dollar (etwa 220.000 Euro) wurde sie freigelassen, wie unter anderem "Variety" berichtet.

Loughlin selbst ist bisher nicht gefasst worden. Nach ihr soll weiter gefahndet werden. Dafür wurde ihr Ehemann Mossimo Giannulli (55) einem Richter vorgeführt. Seine Kaution wurde auf 1 Million US-Dollar (etwa 880.000 Euro) festgesetzt. Auch er hat die Summe gezahlt und konnte wieder nach Hause. Beide mussten ihren Pass abgeben und dürfen die USA vorerst nicht verlassen. Der nächste Gerichtstermin ist für den 29. März in Boston, im US-Bundesstaat Massachusetts, angesetzt.

Felicity Huffman spielte in allen Staffeln von "Desperate Housewives" mit: Hier die Serie nach Hause holen

Das wird ihnen vorgeworfen

Die Anschuldigungen wiegen schwer. Huffman wird vorgeworfen, sie habe Geld fließen lassen, um die Ergebnisse des SAT ihrer Tochter aufzubessern. Der SAT ist ein standardisierter Test in den USA, der für die Bewerbung an amerikanischen Colleges und Unis gefordert wird. Loughlin und ihr Ehemann sollen wiederum 500.000 US-Dollar (etwa 440.000 Euro) gezahlt haben, damit ihre beiden Töchter an der USC (University of Southern California) angenommen werden.

Insgesamt sollen 46 Personen in den Bestechungsskandal involviert sein. Darunter sollen sich auch Vorstandchefs von Unternehmen und Investoren befinden. Die Staatsanwaltschaft hat laut "Variety" Anklage gegen 33 Eltern erhoben. Sie sollen Millionenbeträge gezahlt haben, um ihre Kinder an Elite-Unis schicken zu können. Dreh- und Angelpunkt soll dabei William "Rick" Singer sein, ein Zulassungsberater aus Kalifornien. Er soll eingewilligt haben, sich schuldig zu bekennen.

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