28.02.2019, 08.15 Uhr

Tim Mälzer: HIER spricht der TV-Koch offen über die Burnout-Diagnose

In der Vox-TV-Sendung "Der Vertretungslehrer" sprach der Fernsehkoch Tim Mälzer vor einer Klasse Abiturienten so offen wie nie über die schwerste Zeit in seinem Leben. Was kaum einer weiß: Der Gastronom litt an Burnout.

Tim Mälzer gab in "Der Vertretungslehrer" eine Lektion in Sachen "Erfolgreich scheitern". Bild: TVNOW / Markus Hertrich

Tim Mälzer ist nicht unbedingt dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Gerade in Fernsehshows kommt der TV-Koch gerne ins Plaudern, so etwa über seinen ersten und einzigen One-Night-Stand auf der Spanischen Treppe in Rom. Dabei spart der TV-Koch auch die weniger angenehmen Themen selten aus. So sprach er bereits in "Jenke Über Leben" offen mit Jenke von Wilmsdorff über seine Alkohol-Vergangenheit. In der Vox-TV-Sendung "Der Vertretungslehrer" legte er nun nach.

Tim Mälzer unterrichtet "Erfolgreich scheitern" als "Vertretungslehrer"

In der Sendung stellen sich Prominente einer Schulklasse und deren Fragen. Tim Mälzer wurde als "Vertretungslehrer" für eine Schulklasse am Johann-Rist-Gymnasium in Wedel bei Hamburg tätig. Hier standen jedoch wider Erwarten keine Themen rund um Küche und Herd auf dem Stundenplan, sondern eine Lektion in Sachen Scheitern. "Erfolgreich scheitern" nannte Mälzer seine Stunde selbst.

Tim Mälzer spricht offen über seinen Burnout - die schwierigste Zeit seines Lebens

Dabei wollte Tim Mälzer den Schülern vermitteln, dass man vom Scheitern mehr lernen könne als von glorreichen Erfolgen. Als er die Schüler aufforderte, ihre Versagensängste auszuformulieren, sprach er ebenfalls offen über einen seiner wunden Punkte: Burnout. Vor etwa zehn Jahren wurde es für den TV-Koch laut eigener Aussage einfach zu viel. Ein eigenes Restaurant, diverse TV-Shows und seine Familie wuchsen ihm nach eigenen Angaben über den Kopf.

Alkohol und Party-Nächte trieben Tim Mälzer in den Burnout

"Ich habe als Ausgleich - und das ist der Part, der mir wirklich unangenehm ist - extrem viel gesoffen", erklärte Tim Mälzer den Jugendlichen. Sein Fehler: Er habe, anstatt sich auszuruhen, seinen damaligen Erfolg beständig gefeiert. Das ging an die Substanz: "Ich lag wie ein Fötus auf dem Boden und habe geweint. [...] Der ganze Druck ist mir zu viel geworden. Ich habe komplett meine Balance verloren. Ich hatte keine Basis mehr." Das Ende vom Lied: ein sechswöchiger Aufenthalt in einer Reha-Klinik.

Tim Mälzer: "Die Quintessenz jeden Erfolges ist es, glücklich zu sein"

Doch Mälzer konstatierte, ganz dem Motto der Schulstunde entsprechend, dass ihn dieser Tiefpunkt etwas über sein Leben und sich selbst gelehrt habe, was es ihm heute leichter mache, mit Stress, Erfolg und Misserfolg umzugehen. Am wichtigsten sei es dabei, sich selbst wertzuschätzen und an das, was man tut, wirklich fest zu glauben.

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pap/loc/news.de

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