Kevin Spacey droht Anklage: Star plädiert auf unschuldig - Gericht verhängt Kontaktverbot

Vor über einem Jahr wurden gegen Kevin Spacey Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe laut. Nun erschien er vor Gericht wegen der 1. Anhörung in dem Fall.

Kevin Spacey bei einem Auftritt in New York. Bild: lev radin / Shutterstock.com/spot on news

Die Vorwürfe lauten auf "unsittlicher Angriff und Körperverletzung": Kevin Spacey (59) droht eine Anklage in Zusammenhang mit einem angeblichen sexuellen Übergriff in einem Restaurant in Nantucket, Massachusetts, aus dem Juli 2016. Das teilte die Staatsanwaltschaft laut "Boston Globe" mit. Die Anschuldigungen stammen demnach von einem jungen Mann. Spacey, der nach zahlreichen Vorwürfen gegen ihn von der Netflix-Serie "House of Cards" gefeuert wurde, soll am 7. Januar vor einem Haftrichter zu den Vorwürfen angehört werden, heißt es weiter.

+++ Update vom 07.01.2019:Vorwürfe sexueller Übergriffe: Kevin Spacey erscheint vor Gericht +++

Nach Vorwürfen sexueller Übergriffe darf sich der US-Schauspieler Kevin Spacey (59) einem angeblichen Opfer vorerst nicht mehr nähern. Spacey dürfe keinen "direkten oder indirekten Konakt" zu dem Mann aufnehmen, ordnete Richter Thomas Barrett am Montag bei einer Gerichtsanhörung auf der US-Insel Nantucket auf Bitten der Verteidigung hin an. Spacey, der in dunklem Anzug, gemusterter Krawatte und Hemd zu dem Termin erschienen war, nickte stumm und seine Anwälte stimmten zu.

Danach wurde die Anhörung, bei der Spacey hinsichtlich der im Raum stehenden Vorwürfen eines "unsittlichen Angriffs und Körperverletzung" auf nicht schuldig plädierte, nach nur rund sechs Minuten beendet und eine weitere für den 4. März angesetzt. Bei diesem nächsten Termin müsse Spacey nicht persönlich anwesend sein, aber für eventuelle Rückfragen beispielsweise per Telefon zur Verfügung stehen, ordnete Richter Barrett an. Bei den erhobenen Anschuldigungen drohe Spacey laut "CNN" eine Strafe von bis zu fünf Jahren hinter Gittern. 

Kevin Spacey bricht mit bizarrem Video sein Schweigen zu den Missbrauchsvorwürfen

Staffel 6 von "House of Cards" können Sie sich hier ansehen

Etwa zeitgleich mit dem Statement der Strafverfolgungsbehörde meldete sich Spacey nach über einem Jahr in der Öffentlichkeit zurück. Am Montag veröffentlichte er ein bizarres Video, das auf YouTube unter dem Titel "Let Me Be Frank" erschien, und in dem er offenbar seine "House of Cards"-Figur Frank Underwood darstellt. Er trägt dabei eine Schürze mit Weihnachtsmann-Motiven.

Sie können das Video nicht sehen? Klicken Sie hier!

"Natürlich haben einige alles geglaubt", sagt Spacey alias Underwood darin, die Leute hätten nur darauf gewartet, "dass ich alles gestehe" und glaubten, "dass ich bekommen habe, was ich verdiene". Dann erklärt er: "Aber Sie würden ohne Beweise nicht das Schlimmste glauben, oder? Sie würden nicht ohne Fakten ein Urteil fällen, oder?" Richtung Zuschauer sagt er weiter in seiner Rolle: "Nein, nicht Sie, Sie sind schlauer."

Feiert Kevin Spacey ein Comeback bei "House of Cards"?

Spacey soll diesen Monolog Medienberichten zufolge gepostet haben, nachdem die Nachricht über die drohende Anklage an die Öffentlichkeit gelangte. "Ich habe nicht den Preis gezahlt für Dinge, von denen wir beide wissen, dass ich sie getan habe. Also werde ich sicher nicht den Preis für Dinge bezahlen, die ich nicht getan habe", sagt er darin auch. Kündigt er mit dem Clip eine Rückkehr bei "House of Cards" an? Darin gilt seine Figur als tot, obwohl ihn die Zuschauer eigentlich nie haben sterben sehen, wie er jetzt in seinem Video sagt...

Schauspieler Kevin Spacey soll wiederholt übergriffig geworden sein

Ende 2017 waren Missbrauchsvorwürfe gegen Kevin Spacey aufgekommen. Sein Schauspielkollege Anthony Rapp (47, "Star Trek: Discovery") hatte behauptet, dass Spacey ihn belästigt habe, als er erst 14 Jahre alt war. Weitere Anschuldigungen von anderen Personen folgten, Spacey tauchte daraufhin ab.Spacey hatte sich nach Angaben einer Sprecherin 2017 in therapeutische Behandlung begeben. Bei Rapp entschuldigte er sich damals in einer Stellungnahme, gab aber an, er könne sich an den Vorfall "ehrlich nicht erinnern".

Der Streaming-Dienst Netflix kündigte im Zuge der Enthüllungen die Zusammenarbeit mit dem Oscar-Preisträger bei der Polit-Serie "House of Cards" auf. Die Karriere des Schauspielers liegt seither brach.

Lesen Sie auch: Royale Skandale 2018: Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, Drogen! DIESE Schlagzeilen schockten die Royals.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

pap/news.de/spot on news/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser