25.07.2018, 12.48 Uhr

Jan Fedder: Selbstmord-Beichte! "Großstadtrevier"-Star spricht über Krebs-Diagnose

Seit mehr als 25 Jahren spielt Jan Fedder im "Großstadtrevier" das Hamburger Original Dirk Matthies. Seine Krebs-Diagnose war für Verwandte, Freunde und seine Fans ein Schock. Jetzt spricht er erstmals über seinen Zustand und die schwerste Zeit seines Lebens.

Jan Fedder spricht mit Reinhold Beckmann über seine Krebserkrankung. Bild: NDR/Morris Mac Matzen

Schauspieler Jan Fedder meldet sich erstmals seit langem in einer TV-Talkshow zu Wort: "Es geht mir hervorragend", sagt der 63-Jährige in der Sendung "Reinhold Beckmann trifft...", die das NDR Fernsehen am Montagabend (23.00 Uhr) zeigt.

Aktueller Zustand von Jan Fedder nach der Krebs-Diagnose

Die Stimme des Hamburgers, der 2013 an Krebs erkrankt war, ist wieder fester geworden. Das Gehen bereite ihm noch Probleme. "Es geht so, aber besser ist's mit Rollstuhl." Er spiele meistens Szenen im Sitzen oder im Stehen. Der Fernsehpreisträger ("Der Mann im Strom") ist seit mehr als 25 Jahren als Polizist Dirk Matthies Star der ARD-Vorabendserie "Großstadtrevier".

Das sagt er über die "schlimmste Zeit" seines Lebens

Es sei wohl das vierzehnte Mal gewesen, dass er ans Tor oben geklopft habe, aber der liebe Gott habe gesagt, er wolle ihn noch nicht, erzählte Fedder. Wegen eines Mundhöhlen-Karzinoms hatte er 30 Bestrahlungen. "Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, weil ich überhaupt keine Kraft mehr hatte. Ich konnte nicht einmal mehr den Telefonhörer abnehmen."

Jan Fedder verliert ein Drittel seiner Zunge

Ein Drittel seiner Zunge mussten ihm während einer Operation entfernt werden. "Der Professor hat mir ein Drittel von der Zunge rausgenommen. Er wollte die Stimme erhalten. Er hat das alles wunderbar hingekriegt. Mit Ach und Krach", zitiert die "Bild"-Zeitung Fedder aus der Sendung.

Der "Großstadtrevier"-Darsteller hatte Selbstmord-Gedanken

Die Erkrankungen - später noch Brüche an den Beinen und Entzündungen - hätten ihn "fast" aus dem Leben geworfen. Er habe dann auch mal "so andere Gedanken" gehabt und zumindest in Erwägung gezogen, "ob man schon mal beendet". Die Liebe zu seiner Ehefrau Marion und die Verantwortung gegenüber dem Publikum ließen ihn durchhalten. "Ich habe gesoffen wie eine Sau. Ich habe jetzt aufgehört, trinke seit zehn Monaten nicht mehr. Ich glaube, es reicht für den Rest des Lebens. Der Körper will nicht mehr", wird Fedder von der "Bild"-Zeitung zitiert.

Jan Fedder arbeitet nach Krebs-Schock wieder als Schauspieler

Gerade erst drehte Fedder wieder Folgen für die NDR-Serie "Neues aus Büttenwarder", in der er als Bauer Brakelmann mit von der Partie ist. Er liebt die Rolle des Volksschauspielers: "Das Schwerste, was du schauspielerisch machen kannst, ist, dich selbst zu spielen. Es ist irrsinnig schwierig, deine eigenen Töne so natürlich wie möglich wieder hinzukriegen."

Überrascht wurde Fedder in Beckmanns TV-Talk von Scooter-Frontmann H.P. Baxxter. Vor 17 Jahren hätten sie sich auf Ibiza kennengelernt und festgestellt, "dass wir beide so ein bisschen bekloppt sind", sagte Baxxter.

Auch Scooter-Frontmann H.P. Baxxter ist zu Gast. Bild: NDR/Morris Mac Matzen

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fka/kad/news.de/dpa

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