Mahnmal: George Michaels Mahnmal wird entfernt

Vor anderthalb Jahren versetzte der plötzliche Tod von George Michael alle in Schock. Seither trauerten die Fans vor seinen Häusern in England. Doch die Gedenkstätten mussten jetzt weichen.

Die Fans von George Michael müssen sich nun einen anderen Ort zum Trauern suchen Bild: Shutterstock/Slavko Sereda/spot on news

Eineinhalb Jahre ist es her, dass die britische Pop-Ikone George Michael (1963-2016, "Careless Whisper") plötzlich im Alter von 53 Jahren tot in seinem Zuhause aufgefunden wurde. Seitdem sitzt die Trauer tief - nicht nur bei seiner Familie, auch bei seinen Fans. Um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, hatte sich ein kleines Rasenstück vor dem Haus des Sängers in Highgate, London, zu einer Gedenkstätte verwandelt. Fans sammelten dort Fotos, Blumen und Andenken für den Sänger und zollten ihm so Tribut. Doch das musste nun aufhören.

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Wie die britische Zeitung "Mirror" berichtet, wurde der Gedenkplatz komplett aufgeräumt und in seinen ursprünglichen Zustand gebracht. Für die Fans kommt das nicht unerwartet. Michaels Familie hatte auf seiner offiziellen Website die Räumung des Mahnmals angekündigt. "Wir bitten alle, die möchten, ihre Andenken an George zwischen dem 1. Mai und dem Wochenende des 26./27. Mai einzusammeln, (lasst alles da, was für uns bestimmt ist) [...]", bat die Familie.

Auch im ländlichen Goring on Thames hatte George Michael ein Anwesen - dort war nach seinem Tod ebenfalls eine Gedenkstätte entstanden, die nun abgebaut wurde. "Wir sind gerührt von all euren Andenken, die George feiern und an ihn erinnern und uns zeigen, wie sehr er vermisst und geliebt wird. Trotzdem denken wir, dass wir nicht weiter von unseren Nachbarn in Highgate und Goring erwarten können, die Denkmäler als Normalität zu betrachten", schreibt die Familie in Dankbarkeit und aus Respekt vor den Anwohnern.

Die Fans müssen sich nun vorerst einen neuen Ort zum Trauern suchen. Eine langfristige Lösung ist allerdings bereits in Aussicht. Wie der "Mirror" weiter berichtet, denkt Susan Rose, Vorsitzende einer Highgate Denkmalschutzeinrichtung, über eine "dauerhafte - und weniger chaotische - Ehrung" nach: "Eine Statue wäre großartig. Vielen Menschen in Highgate würde ein dauerhaftes Denkmal besser gefallen, als ein Haufen toter Blumen."

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