Sammelklage: Harvey Weinstein: Neue Sammelklage wegen Vergewaltigung

Gibt es nun sogar Videomaterial, das Harvey Weinsteins Übergriffe zeigt? So wird es im Fall einer neuen Sammelklage gegen ihn jedenfalls behauptet.

Sieht sich weiteren schweren Vorwürfen gegenüber: Harvey Weinstein Bild: Sam Aronov / Shutterstock.com/spot on news

Abseits der bereits durch ein Gericht in New York erfolgten Anklage gegen Harvey Weinstein (66) ist eine neue Sammelklage gegen den ehemaligen Filmproduzenten eingereicht worden. Eine der drei weiteren Frauen gibt darin an, ebenfalls von dem 66-Jährigen vergewaltigt worden zu sein, nachdem sie in seinem Büro eine Präsentation für eine Startup-Idee gehalten hat. So berichtet es die US-amerikanische Seite "Variety".

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Melissa Thompson, so der Name der Frau, behauptet, nach der Vorführung von Weinstein in dessen Hotelzimmer gelockt worden zu sein. Dort habe er sich schließlich an ihr vergangen. Bereits während der Präsentation habe er sie zudem unsittlich berührt, sie jedoch mit dem Versprechen, dem Deal zuzustimmen, letztendlich zum fatalen Gang ins Hotelzimmer überredet. Was Weinstein juristisch das Genick brechen könnte: Angeblich wurden seine Übergriffe zufällig durch den Computer des vermeintlichen Opfers während der Präsentation aufgezeichnet. Bessere Beweismittel könnte sich wohl kein Staatsanwalt wünschen.

Machten sich Weinsteins Anwälte schuldig?

Doch damit ist die Geschichte immer noch nicht zu Ende. Angeblich hatte Thompson diese Beweise im vergangenen Herbst an die Anwaltskanzlei eines gewissen Benjamin Brafman übergeben. Nichts ahnend, dass Weinstein zu dessen Klienten gehört. Sollte sich die Geschichte als wahr herausstellen und Beweise absichtlich zurückgehalten worden sein, stünde wohl nicht nur Weinsteins ohnehin schon ungewisse Zukunft auf dem Spiel.

Die zwei weiteren Frauen der Sammelklage, die Schauspielerinnen Caitlin Dulany und Larissa Gomes, erheben ebenfalls schwere Vorwürfe. An Dulany habe sich Weinstein gegen ihren Willen oral vergangen. Gomes dagegen dazu aufgefordert, ihre Brüste zu entblößen. Als sie sich weigerte, habe er gedroht, ihre Karriere zu zerstören.

Vor einem Gericht in New York muss sich Weinstein derzeit bereits wegen Vergewaltigung in zwei Fällen verantworten, bei einer Verurteilung drohen dem ehemaligen Filmmogul bis zu 25 Jahre Haft.

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