Cate Blanchett: Cannes: Stars kämpfen für mehr Chancengleichheit

Cate Blanchett hielt eine bewegende Rede, über 80 Frauen standen in Cannes hinter ihr. Bei den Filmfestspielen kämpfen sie gemeinsam für mehr Chancengleichheit.

Jury-Präsidentin Cate Blanchett und viele andere Fraien versammelten sich auf der Treppe in Cannes Bild: Imago/Future Image/spot on news

82 Frauen haben sich am Samstag bei den Filmfestspielen von Cannes auf den Stufen versammelt. Angeführt von Jury-Präsidentin Cate Blanchett (48, "Carol") und der französischen Regisseurin Agnès Varda (89) protestierten Schauspielerinnen, Autorinnen und Filmemacherinnen gegen schlechtere Bezahlung von Frauen und für mehr weibliche Stimmen in der Filmbranche.

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"Auf diesen Stufen stehen heute 82 Frauen, die die Anzahl weiblicher Regisseure repräsentieren, die seit der ersten Ausgabe der Filmfestspiele von Cannes 1946 diese Treppen erklommen haben. Im gleichen Zeitraum sind 1.688 männliche Regisseure diese Treppen hochgestiegen", sagte Blanchett in ihrer Rede, wie unter anderem "Entertainment Weekly" berichtet. "Die prestigeträchtige Goldene Palme erhielten 71 männliche Regisseure - zu viele, um sie namentlich zu nennen - aber nur zwei weibliche Filmemacher: Jane Campion, die in Gedanken bei uns ist, und die wunderbare Agnès Varda, die heute hier bei uns ist. Diese Fakten sind wahr und unbestreitbar."

Viele Stars dabei

Unter den anwesenden Frauen bei der Protestveranstaltung in Cannes waren neben Blanchett unter anderem auch die Jurymitglieder Ava DuVernay, Kristen Stewart, Léa Seydoux und Khadja Nin sowie "Wonder Woman"-Regisseurin Patty Jenkins, Marion Cotillard, Salma Hayek, Leila Bekhti und Sofia Boutella.

"Frauen sind keine Minderheit in der Welt, aber der aktuelle Zustand unserer Branche sagt etwas anderes", sagte Blanchett weiter in ihrer Ansprache. "Als Frauen stehen wir alle vor ganz eigenen Herausforderungen, aber wir stehen heute gemeinsam auf diesen Stufen als Symbol für unsere Entschlossenheit und unser Engagement für den Fortschritt."

Blanchett forderte von den Verantwortlichen, dass sie für Gleichbehandlung und Transparenz sorgen und eine sichere Arbeitsumgebung schaffen: "Die Treppen unserer Branche müssen für alle zugänglich sein. Lasst sie uns erklimmen."

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