Missbrauchsvorwürfe: Zwei Frauen erheben neue Vorwürfe gegen R. Kelly

Seit Jahren werden immer wieder Missbrauchsvorwürfe gegen R. Kelly erhoben. Jetzt brechen zwei weitere Frauen ihr Schweigen.

R. Kelly bei einem Auftritt in Atlanta Bild: Jamie Lamor Thompson / Shutterstock.com/spot on news

Der besonders in den 1990er Jahren und 2000er Jahren erfolgreiche R&B-Sänger R. Kelly (51, "I Believe I Can Fly") sieht sich seit geraumer Zeit schweren Missbrauchsvorwürfen ausgesetzt. Jetzt erheben zwei weitere Frauen ihre Stimme.

Im Gespräch mit "BuzzFeedNews" erklärt Lizzette Martinez, dass sie im Winter 1995 mit dem Sänger Sex gehabt habe. Er sei damals 28 gewesen, doch sie war erst 17 - und das habe Kelly auch gewusst. In Florida, wo sie wohnte, gelten Personen allerdings erst mit 18 Jahren als einwilligungsfähig. Obwohl der Sänger sie in fünf unterschiedlichen Situationen geschlagen habe, habe ihre Beziehung noch bis 1999 gedauert. Während dieser Zeit habe er sie mehrfach zu sexuellen Handlungen gezwungen. Sie beschreibt den Sänger als "Raubtier".

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"Gib mich niemals auf"

Die andere Frau, die in dem Artikel nur Michelle genannt wird, ist die Mutter einer heute 27-jährigen Tochter, die ebenfalls 17 Jahre jung gewesen sei, als sie eine Beziehung mit Kelly eingegangen sei. Michelle habe seit drei Monaten keinen Kontakt zu ihrer Tochter, von der sie glaube, dass sie einer Gehirnwäsche unterzogen worden und Teil von Kellys angeblichem Sex-Kult sei. Sie glaube, dass ihre Tochter in Schwierigkeiten sei, denn die letzten Worte, die sie von dieser gehört habe, seien "Gib mich niemals auf" gewesen.

Im vergangenen Sommer war bekannt geworden, dass Kelly angeblich eine Art Sex-Kult führen soll. Es wurde ihm vorgeworfen, dass er mehrere junge Frauen gefangen halten und sich an diesen vergehen soll. Damals wurde ebenfalls von "BuzzFeedNews" berichtet, dass der Sänger jeden Aspekt des Lebens der Frauen kontrolliere. Er sage wann sie essen, schlafen und baden sollen, wie sie sich zu kleiden hätten und wie sie sich ihm gegenüber in sexuellen Akten zu verhalten hätten, die er auf Video aufzeichne.

Vor wenigen Tagen hatte sich erstmals auch die "Time's Up"-Organisation eingeschaltet, die im Zuge des Weinstein-Skandals und der #MeToo-Bewegung gegründet wurde. In einem offenen Brief hieß es unter anderem: "Wir fordern angemessene Ermittlungen und Untersuchungen der Vorwürfe gegen R. Kelly, die von schwarzen Frauen und ihren Familien nun seit über zwei Dekaden erhoben werden." Die Organisation unterstütze die bereits bestehende #MuteRKelly-Bewegung und fordere Firmen auf, alle bestehenden Verbindungen zu dem Sänger zu kappen - darunter genannt sind RCA Records, Ticketmaster, Spotify und Apple Music.

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