Echo-Skandal um Farid Bang und Kollegah  : DIESE Musiker fordern den Rücktritt der Echo-Macher

Der Skandal um die Rapper Farid Bang und Kollegah beim Echo schlägt immer mehr Wellen. Zwei Preisträger haben ihren Echo bereits zurückgegeben, Rock-Legende Peter Maffay will sogar den Rücktritt der Verantwortlichen und erklärt im Interview mit der dpa seine Gründe.

Rockstar Peter Maffay fordert den Rücktritt der Echo-Macher. Bild: dpa

Mit diesem scharfen Echo haben die Macher des Musikpreises sicher nicht gerechnet... Nach dem Skandal beim Echo um die Preise für Farid Bang und Kollegah ziehen einige deutsche Musiklegenden wie Klaus Voormann und Peter Maffay harte Konsequenzen.
Klaus Voormann (79) gibt den Echo für sein Lebenswerk zurück, schreibt bild.de. Der Musiker ist ein enger Freund der Beatles und war Bassist bei Manfred Mann und Dr. John sowie Produzent von Trio.

Klaus Voormann: Preis für das Lebenswerk nun "große Enttäuschung"

"Was sich für mich als Geschenk anlässlich meines 80. Geburtstags anfühlte, entpuppt sich nun als große Enttäuschung", sagt die Musiklegende. "Provokation ist erlaubt und manchmal sogar notwendig, um Denkanstöße zu geben. Aber es darf nicht die Grenze zu menschenverachtenden, frauenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen, gewaltverherrlichenden Äußerungen und Taten überschritten werden."

Peter Maffay fordert Rücktritt, Notos Quartett gibt Preis zurück

Auch die Band "Notos Quartett", die 2017 Nachwuchskünstler des Jahres beim Echo Klassik wurde, hat ihren Preis zurückgegeben.
Rockstar Peter Maffay (68) fordert auf seiner Facebook-Seite sogar den Rücktritt der Echo-Verantwortlichen.

Im Interview der Deutschen Presse-Agentur plädiert er für strukturelle und personelle Konsequenzen.

Die Kritik an den Rappern gab es schon vor der Verleihung. Warum sind Sie zum Echo gegangen?

Peter Maffay: Ich wollte sehen, wie die Reaktionen darauf sind, wie der Abend verläuft, und mir ein authentisches Bild davon machen. Nach der Eskalation auf der Bühne, als sich beide Künstler zu den Anmerkungen von Campino geäußert haben, sind wir aufgestanden und gegangen.

Sie sagen, Sie wollten sich selbst ein Urteil bilden. Wie sieht das aus?

Maffay will mehr Glaubwürdigkeit beim Echo

Maffay: Ich stelle fest, dass zum Glück viel Bewegung in diesen Prozess gekommen ist. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Musikindustrie hat eilig erklärt, die Statuten ändern zu wollen. Das war meiner Ansicht nach viel zu spät und ist damit nicht wirklich glaubwürdig.

Was muss sich denn jetzt Ihrer Meinung nach ändern?

Maffay: Die Diskussion darf nicht stoppen, es muss Konsequenzen geben. Die Künstler werden durch den Musikverband repräsentiert. Die Intransparenz muss aufgehoben werden, wenn man den Echo in Zukunft noch ernstnehmen will. Es muss da wieder eine Glaubwürdigkeit rein, die inzwischen völlig abhanden gekommen ist.

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zurück Weiter Die 13 skurrilsten Bandnamen (Foto) Foto: Itchy Poopzkid/ Patrick Wamsganz/spot on news Kamera

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