Alexander Gerst privat: Gehalt, Freundin, Ausbildung! So lebt der ISS-Astronaut auf der Erde

Astronaut Alexander Gerst hat es als dritter Deutscher auf die Internationale Raumstation ISS geschafft - und das nicht nur einmal. Wie "Astro Alex" privat tickt, wie er seine Freundin kennengelernt hat und in welcher prominenten Begleitung er zur ISS fliegt, erfahren Sie hier.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst startet im Juni 2018 zum zweiten Mal zur ISS. Bild: dpa

Welches Kind wünscht sich nicht irgendwann einmal, Astronaut zu werden und in den Weltraum zu fliegen? Während bei den meisten dieser Traum irgendwann dann doch wieder verpufft oder schlichtweg an den Grundvoraussetzungen scheitert, hat ihn Alexander Gerst alias "Astro Alex" wahr gemacht.

Alexander Gerst ist der dritte deutsche Astronaut auf der Raumstation ISS

Der 41-Jährige ist Astronaut und war von Mai bis November 2014 als Bordingenieur bereits auf der Internationalen Raumstation ISS. Damit ist er der dritte Deutsche nach Thomas Reiter und Hans Schlegel, dem diese Ehre gebührt. Aber für Gerst war es nicht der letzte Aufenthalt auf der ISS. Am 6. Juni 2018 startet er zusammen mit dem Russen Sergej Prokopjew und der US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS - und das nicht "nur" als Ingenieur. Als erster deutscher Astronaut ist er dann für einige Monate als Kommandant auf der Raumstation im Einsatz.

Bei seinem Flug zur ISS hat er prominente Begleitung

Mit an Bord nimmt er übrigens Maus, Elefant und das Mainzelmännchen "Astro-Mainzel". Denn das ZDF, WDR und das Kinderfernsehen von ARD und ZDF widmen dem Thema Raumfahrt in den nächsten Wochen und Monaten mehrere Sendungen. Für die Maus ist es schon der dritte Flug ins All, für den kleinen blauen Elefanten und für "Astro-Mainzel" aber eine Premiere. Sie sind aber neben Essen - außer den 16 Standardmenüs gibt es auch Käsespätzle, Maultaschen und Hühnerrahm-Geschnetzeltes aus der Dose für "Astro Alex" und seine Kollegen - nicht das Einzige, was der 41-Jährige mit zur ISS nimmt.

Alexander Gerst schaut im Weltall WM-Spiele

Alexander Gerst muss im Weltraum nicht komplett auf die Fußball-Weltmeisterschaft verzichten. "Wir schauen beim Abendessen, wenn wir Zeit haben, mal ein bisschen rein", sagte der deutsche Astronaut am Dienstag in einer Live-Übertragung von der Internationalen Raumstation ISS zum Europäischen Astronautenzentrum in Köln.

Dabei ließ er auch einen originallizensierten WM-Ball durchs Bild schweben. "Die Stimmung ist super in der Crew", schwärmte er. "Man muss sich das hier vorstellen wie einen Campingurlaub: Man hat viel Spaß, aber nicht ganz so viel Komfort."

Gerst war am Freitag nach zwei Tagen Flug in der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Der 42-Jährige soll bis Dezember bleiben, im Herbst übernimmt er als erster Deutscher das Kommando auf der Raumstation.

Alexander Gerst ist privat mit Freundin Laura Winterling zusammen

Im Gepäck hat er auch Fotos von seiner Familie und natürlich auch von seiner Freundin Laura Winterling (33), von der er sich für 188 Tage trennen muss. Aber der Geophysiker sieht das eher pragmatisch und bleibt positiv. "Früher hatte man, wenn man in den Weltraum geflogen ist, ein halbes Jahr keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Das ist heute nicht mehr so. Ich kann mit meiner Partnerin zum Beispiel telefonieren, ich kann E-Mails schreiben, wir haben einmal die Woche eine Telefonkonferenz mit Video", sagte er im Interview mit "tagesschau.de".

VIDEO: Wussten Sie schon? Freundin, Familie und Ausbildung von Astro-Alex
Video: Itsin TV

Gerst studierte zunächst Geophysik und Geowissenschaften

Seine Freundin sähe das aber wohl auch nicht anders. Die ist nicht nur ebenfalls Physikerin, sondern auch seine Trainerin. Kennengelernt haben sich die beiden im Europäischen Astronautenzentrum, als Alexander Gerst von 2009 bis 2010 die Astronauten-Ausbildung durchlief, verrät DLR-Pressesprecherin Manuela Braun gegenüber dem "Express". Denn ein Astronaut ist Gerst von Hause aus nicht. Er studierte zunächst Geophysik an der Universität Karlsruhe und Geowissenschaften in Wellington, Neuseeland, und promovierte 2010 an der Universität Hamburg über den Vulkan Mount Erebus in der Antarktis.

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