Natia Todua privat: Krieg, Flucht und Gesang: DAS ist die Geschichte der ESC-Kandidatin

Natia Toduas Lebensgeschichte liest sich wie ein schicksalhaftes Drama mit Hollywood-würdigem Happy End. Denn die 21-Jährige floh vor dem Krieg aus Georgien, ließ ihre Geschwister und Mutter zurück, dann wurde sie in Deutschland ein Star.

Natia Todua bei "The Voice of Germany". Bild: dpa

Es ist unglaublich was die gerade einmal 21-jährige Natia Todua bereits alles durchgemacht hat. Geboren wurde die Sängerin in Tiflis, Georgien. Doch dort herrscht seit Jahren ein Bürgerkrieg. Denn die Heimatregion von Natia gehört zwar offiziell zu Georgien, sieht sich selbst aber als autonom. Zweimal wurde ihr Haus durch Bomben zertrümmert, ihre Schule ganz zerstört, weiß "gala.de". Irgendwann beschließt sie, dass es so nicht mehr weitergehen könne. Sie verlässt ihre Familie auf der Suche nach einer Zukunft und findet diese in Deutschland.

Natia Todua flieht vor Krieg in Georgien

"Bürgerkrieg in Georgien - das war das Schlimmste!", schreibt sie auf Facebook. Ihre Familie lebt immer noch dort, aber die freche Sängerin mit den auffälligen Dreadlocks will sie nach Deutschland holen. Seit August 2017 arbeitet sie als Au Pair bei einer Familie in Kirchheim. Dort kümmert sie sich um die beiden Kinder. "Deutschland ist ein wunderschönes Land und jetzt in meiner Gastfamilie habe ich alles bekommen, was ich als Kind nicht hatte".

Natia Todua siegt bei "The Voice of Germany"

Die ganz große Veränderung folgt jedoch erst mit ihrer Bewerbung bei "The Voice of Germany". Denn dort kann sie die komplette Jury von sich überzeugen. Alle Coaches wollen sie in ihrem Team. Sie entscheidet sich dann für Samu Haber, aus einem besonderen Grund. Denn die junge Sängerin spricht ausgesprochen gutes Deutsch. "Komm in mein Team, ich muss Deutsch lernen", so Haber. Und tatsächlich, sie kann sich gegen alle anderen Kandidaten durchsetzen und holt sich den Sieg. Ein lang gehegter Traum wird wahr. Dabei hatte sie noch einige Jahre zuvor in Georgien wenig Erfolg. Denn für das konservative Land war sie zu schrill.

Doch obwohl ihr Traum wahr wurde, schwingt immer noch etwas Traurigkeit bei der jungen Sängerin mit, wie man im Interview mit "stern.de" deutlich sieht: "Nur wenn ich singe, bin ich die echte Natia. Deshalb kann ich auch keine fröhlichen Lieder singen."

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mag/kad/news.de

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