Til Schweiger: Vor Gericht! Was sollte uns dieser Facebook-Post sagen?

Til Schweiger gibt in den sozialen Netzwerken gern seine Meinung kund, etwa gegen die AfD vor der Bundestagswahl, und teilt auch kräftig gegen seine Hater aus. Wegen einem seiner Facebook-Posts muss er nun aber vor Gericht.

Til Schweiger muss wegen eines Facebook-Posts vor Gericht. Bild: dpa

Til Schweiger sagt gern seine Meinung und polarisiert damit regelmäßig auf Facebook bei seiner Fangemeinde. So erntete er mit seiner Stellungnahme gegen die AfD vor der Bundestagswahl jede Menge Hass-Kommentare, schoss aber kräftig zurück. Wegen eines Facebook-Posts muss er nun vor Gericht.

Til Schweiger muss wegen Facebook-Post vor Gericht

Im Wahlkampf hatte Til Schweiger klar Stellung gegen die selbsternannte Alternative für Deutschland bezogen und die Hater ließen nicht lange auf sich warten. Viele User legten dem Schauspieler nahe, Deutschland zu verlassen. Daraufhin schoss der Regisseur und Schauspieler scharf zurück - mit Satire, wie er selbst sagt. Sein aufbrausendes Temperament wird ihm aber jetzt zum Verhängnis.

Als eine Nutzerin Til Schweiger via Facebook fragte, ob er Deutschland nun tatsächlich verlassen werde, veröffentlichte er nicht nur ihren Post, sondern antwortet ihr auch anzüglich: "hey schnuffi...! date!? nur wir beide!?". Die fühlte sich jedoch in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt und klagt auf Unterlassung, wie "Bild.de" berichtet. Die 4. Zivilkammer des Landgerichts Saarbrücken verhandelt am Freitag, den 17.11.2017, über einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen Til Schweiger.

So erklärt Til Schweiger seine Facebook-Posts gegen die AfD vor der Bundestagswahl 2017

Im Interview mit der "Gala" hatte er erst im Oktober erklärt, warum er derart offensiv gegen Kommentatoren auf seiner Facebook-Seite vorgeht. "Ich kann nicht anders", sagt Schweiger. Aufgesogen habe er seine Art von seinem "strengen", aber "gerechten" Vater. Von ihm habe Schweiger "einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn" geerbt, den er nutzen will, um sich für die sozial Schwachen einzusetzen.

Bei seinem verbalen Angriff auf die AfD seien das die zahlreichen Flüchtlinge und Ausländer gewesen, die in Deutschland versuchen, Tod und Krieg zu entkommen. "Ich kann nicht verstehen, dass Leute aus Protest die AfD wählen, deren Führung immer härter und nationalsozialistischer wird. Denen dürfen wir nicht unser Land überlassen. Protest ja, aber bitte nicht die AfD!", ruft Schweiger im "Gala"-Interview auf.

Ob sich diese Erklärung auch auf seine verbale Entgleisung gegenüber besagter Nutzerin bezieht, ist aber fraglich. Bislang hat sich Schweiger nicht dazu geäußert.

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