Harvey Weinstein privat: Der tiefe Fall einer Hollywood-Ikone

Es dürfte das Karriere-Ende für einen der mächtigsten Filmbosse Hollywoods sein. Immer mehr Frauen werfen dem inzwischen entlassenen Harvey Weinstein sexuelle Belästigung vor. Ehefrau Georgina Chapman erklärt daraufhin die Trennung.

Über Jahre hinweg sollen Hollywood-Produzent Harvey Weinstein sexuell belästigt haben. Bild: Richard Shotwell/dpa

Der Skandal um den Hollywoodmogul Harvey Weinstein zieht immer größere Kreise. Inmitten der Vorwürfe über sexuelle Belästigungen trennte sich auch Ehefrau Georgina Chapman (41) von dem 65-jährigen Weinstein, wie verschiedene US-Medien übereinstimmend berichteten. Sie leide mit allen Frauen, die "nach diesen unverzeihlichen Aktionen" unermesslichen Schmerz erlitten hätten, zitierte unter anderem das Magazin "People" aus einer Erklärung Chapmans.

Missbrauchsvorwürfe: Harvey Weinstein soll Frauen sexuell belästigt haben

Zahlreiche weitere prominente Weggefährten warfen dem Produzenten am Dienstag (Ortszeit) unter anderem sexuelle Belästigung vor. Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und massieren wollen, sagte Schauspielerin Gwyneth Paltrow der "New York Times". Sie habe sich aber geweigert.

Angelina Jolie berichtet von "schlechten Erfahrungen" mit Harvey Weinstein

Auch ihre Kollegin Angelina Jolie berichtete der Zeitung von einer "schlechten Erfahrung" mit Weinstein in ihrer Jugend. "Als Ergebnis habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten, und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel."

Auch Hillary Clinton wendet sich von Weinstein ab

Auch die frühere US-Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zeigte sich entsetzt. "Ich war schockiert und entsetzt von den Enthüllungen", teilte Clinton (69) über ihren Sprecher auf Twitter mit. Weinsteins Verhalten könne nicht hingenommen werden. "Ihr Mut und ihre Unterstützung anderer ist entscheidend dabei, derartiges Verhalten zu beenden."

Weinstein hatte US-Demokraten in verschiedenen Wahlkämpfen nach CNN-Angaben insgesamt Zehntausende Dollar gespendet. Darunter waren neben Hillary Clinton und Ex-Präsident Barack Obama auch Senatoren wie Elizabeth Warren und Chuck Schumer. Einige Senatoren kündigten nach den Enthüllungen an, Spenden Weinsteins für wohltätige Zwecke zu spenden.

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