Donald Trump: US-Promis wüten gegen Trump wegen Charlottesville

Die gewaltsamen Ausschreitungen in Charlottesville sorgen in den USA für große Bestürzung. Bei den Promis richtet sich die Wut aber vor allem gegen einen: den Präsidenten.

Lady Gaga zeigt sich entsetzt über das, was in ihrem Land passiert und wünscht sich einen neuen Präsidenten. Bild: Tinseltown / Shutterstock.com/spot on news

Am Wochenende spielten sich in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia unglaubliche Szenen ab: Aufmärsche von Neo-Nazis und sogenannten White Supremacists eskalierten in Gewalt. Als ein Auto in eine Menge von Gegendemonstranten raste, starb eine junge Frau, zwei Polizisten kamen bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Auf Twitter meldeten sich zahlreiche Promis zu Wort und äußerten ihre Wut über die rassistischen Gruppierungen, vor allem aber auch über US-Präsidenten Donald Trump (71).

Lady Gaga: Donald Trump hat falsch auf Charlottesville-Vorfälle reagiert

Der hatte nach Meinung vieler zu spät und nicht angemessen auf die Vorfälle reagiert. "Ich bete darum, dass ein wahrer Anführer kommen wird, um den Hass aus Amerika zu vertreiben. Das sind nicht die USA! Das ist nicht amerikanisch!" twitterte Pop-Star Lady Gaga (31, "The Cure").

Chris Evans und John Legend sind wütend auf Trump

"Captain America"-Darsteller Chris Evans (36) zeigte sich fassungslos über Trumps erstes Statement zu Charlottesville, bei denen er "die entsetzlichen Ausbrüche von Hass, Fanatismus und Gewalt von vielen Seiten" verurteilte. "Von vielen Seiten?!? Ich habe mindestens 8 Tweets geschrieben und wieder gelöscht. Worte reichen einfach nicht aus, um zu beschreiben, wie ich gerade über Donald Trump denke." Ähnlich wütend zeigte sich Sänger John Legend (38), der auf einen bestürzten Tweet von Trumps Sprecher Paul Ryan antwortete: "Enthebe den Rechtsextremen im Weißen Haus seines Amtes oder halt die Klappe."

Auch Autoren Stephen King und J. K. Rowling verurteilen US-Präsidenten

Stephen King (69) verurteilt nicht nur Trumps Reaktion auf die Ereignisse, sondern auch seine Vorbildfunktion als Präsident: "Trump ist derjenige, der es akzeptabel gemacht hat, 'sie nach Strich und Faden zu verprügeln.'" Und seine Kollegin J. K. Rowling (52) befürchtet: "Charlottesville ist nur der jüngste Auswuchs von etwas, das gerade im Westen passiert und seine Wurzeln online hat."

Barack Obama zitiert Nelson Mandela

Trumps Vorgänger Barack Obama (56) wählte indes Worte des Zusammenhalts. In seinen ersten Tweets seit einem Monat zitierte er die Menschenrechtslegende Nelson Mandela: "Niemand wird mit dem Hass auf eine andere Person wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion geboren. Die Menschen müssen lernen zu hassen, und wenn sie Hass lernen können, können sie auch gelehrt werden zu lieben. Denn Liebe liegt viel mehr in der Natur des menschlichen Herzens als Hass."

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sam/news.de/spot on news

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

1 Kommentare
  • Gregor Hast

    13.08.2017 20:43

    Endlich hat man einen Prügelknaben gefunden für die Fehler der Vergangenheit. Donald J Trump darf auch wirklich bei allem und überall den Kopf hinhalten. Es ist einfach nur traurig wie sich manche Menschen wie hungrige Geier auf ihn stürzen, und immer wieder auf ihn lospicken. Sein Statement, das er gemacht hat, war versöhnlich und nicht schlecht. Dass er nicht sofort reagiert haben sollte, liegt wohl daran, dass er dies erst auch erfahren muss, da er leider kein Hellseher ist. Sein Mitgefühl hat er ebenfalls bereits für die Opfer ausgesprochen.

    Kommentar melden
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser