Nele Neuhaus privat: Darum hat ihr Mann Harald keins ihrer Bücher gelesen

Nele Neuhaus gehört heute zu den erfolgreichsten Autorinnen im deutschsprachigen Raum. Doch der Weg dahin war alles andere als leicht. Doch entgegen aller Widerstände hat sie nie aufgehört zu schreiben.

Nele Neuhaus wurde durch ihre Taunuskrimis berühmt. Bild: dpa

Viele hegen den Traum einmal Autor zu sein. Doch für die meisten bleibt dieser Wunsch ein Leben lang eben nur ein Traum. Bei Nele Neuhaus war das anders. Doch hat auch bei ihr niemand an die Tür geklopft und gefragt, ob sie ihre Geschichten veröffentlichen möchte. Jahrelang hat sie um Aufmerksamkeit gekämpft - sogar bei ihrem Mann, der ihre Schreiberei lange für Zeitverschwendung hielt. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands und ihre Bücher werden in 16 Sprachen übersetzt.

Nele Neuhaus teilt mit Ehemann Harald eine besondere Leidenschaft

Aber zurück zum Anfang: Schon immer war Schreiben wichtig für die geborene Cornelia Löwenberg. Ihr erstes Werk verfasste sie bereits im Alter von fünf Jahren und auch nach dem Abitur ist die Schreiberei ihr stetiger Begleiter. Allerdings kann sie sich nie hundertprozentig auf ihr Autorensein konzentrieren. Sie musste schließlich auch noch Geld verdienen.

1988 lernte sie dann ihren Mann - Harald Neuhaus - kennen. Er ist begeisterter Pferdeliebhaber, genau wie die 50-Jährige, die neben ihren Taunuskrimis auch noch Pferdegeschichten für Kinder und Jugendliche schreibt. 1995 wurde geheiratet und Neuhaus arbeitete in der Wurstfabrik ihres Mannes. Ihre Freizeit nutzte sie zum Schreiben. Ihr Ehemann hielt ihr Hobby für Zeitverschwendung, aber das störte die selbstbewusste Träumerin nicht. Auch nachdem ihr erstes Buch 2000 von allen angeschriebenen Verlagen abgelehnt wurde, gab sie nicht auf.

Nele Neuhaus erreichte mit Selfpublishing ihrer Taunuskrimis den großen Durchbruch

Sie überarbeitete es und druckte es selbst. Danach ging die eigentliche Arbeit los. Denn Neuhaus rührte die Werbetrommel und das mit immensem Eifer. Sie gab Lesungen, fragte in Buchläden an, hatte immer eine Ausgabe am Wursttresen zum Verkauf liegen. Nebenbei schrieb sie weiter. Ihr erster Taunuskrimi wurde geboren, auch diesen veröffentlichte sie selbst - und der Plan ging auf. Schnell war das Buch vergriffen und eine Erfolgsgeschichte hatte begonnen.

2008 wurde Ullstein auf die Selfpublisherin aufmerksam und so wurde der dritte Teil der Taunuskrimis mit Verlag veröffentlicht. Seitdem feiert das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff einen Erfolg nach dem anderen. Mittlerweile wurde die Krimi-Reihe sogar verfilmt.

Ihr Mann hat im Übrigen noch nicht eines ihrer Bücher gelesen. Das nehme sie ihm aber nicht übel, schreibt sie auf ihrer Homepage. Er sei eben eher der Zeitungsleser.

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mag/kad/news.de

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