23.05.2017, 15.00 Uhr

Moses Pelham aus "Sing meinen Song": Autsch! DIESER Mann brach Moderator Stefan Raab das Nasenbein

Der Produzent Moses Pelham ist eine Deutsch-Rap-Legende und hat Musik in den letzten zwei Jahrzehnten hierzulande maßgeblich mitgeprägt. Gleichzeitig gibt es nur wenige Künstler, die so polarisieren und für Kontroversen sorgten, wie er. Nun ist Pelham einer der Teilnehmer bei "Sing meinen Song".

Moses Pelham bei der Vorstellung der TV-Show "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" in Berlin. Die vierte Staffel startet am 23.05.3017 bei Vox um 20.15 Uhr. Bild: Britta Pedersen/dpa

Neben den "The BossHoss"-Mitgliedern Sascha Vollmer und Alec Völkel, dem Reggae-Sänger "Gentleman", Mark Forster, Michael Patrick Kelly, Lena Meyer-Landrut und der "Silbermond"-Frontfrau Stefanie Kloß ist auch der Musiker und Produzent Moses Pelham (46) Teilnehmer der Erfolgssendung "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert", welche ab dem 23. Mai bereits in die vierte Staffel geht. Doch wer ist dieser Mann eigentlich?

Karriere von Moses Pelham begann mit dem "Rödelheim Hartreim Projekt"

Moses Pelham nahm bereits als Jugendlicher die Musik äußerst ernst - und nahm sich kurzerhand eine einjährige Auszeit von der Schule, um Zeit für seine Leidenschaft zu haben: "Ich habe relativ spät Abitur gemacht, aber ich hab's gemacht", sagte der Musiker einmal dem Radiosender FFH. Auch sein Vater sei Musiker gewesen. Er habe eine musikalische Früherziehung genossen, ohne es zu merken.

Bekannt wurde er in der deutschen Rap-Szene Anfang der 1990er Jahre zusammen mit Thomas Hofmann als Rap-Duo "Rödelheim Hartreim Projekt". Der Name der Crew war eine Referenz an den Frankfurter Stadtteil Rödelheim, wo Pelham aufgewachsen ist. Nach eigenen Worten gegenüber FFH in einer sehr liebevollen Umgebung: "Man hat mir vermittelt, dass ich der Mittelpunkt der Welt sei. Der Kontrast zwischen der Erfahrung zu Hause und der Welt draußen - mit Kälte und Zurückweisung - das war schon hart", meinte Pelham damals.

Moses Pelham - Der Mann, der Stefan Raab das Nasenbein brach

1997 kam es nach der Echo-Verleihung zu einer Auseinandersetzung zwischen Pelham und dem damaligen VIVA-Moderator Stefan Raab, bei der Pelham Raab das Nasenbein brach. Raab hatte in seinen Sendungen den Künstler Moses Pelham zuvor wiederholt satirisch behandelt und ihn unter anderem als "Möschen" tituliert. Nach diesem für Raab eher unschönen Aufeinandertreffen wurde Pelham zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 10.000 Mark verurteilt.

Ein anderer Rechtsstreit, in den Moses Pelham verwickelt ist, beschäftigt die Gerichte derweil seit fast zwei Jahrzehnten: 1997 hatte Pelham einen zweisekündigen Teil des Rhythmus aus einem Titel der Band "Kraftwerk" von 1977 kopiert und in Endlosschleife unter einen Song gelegt. So eine Integration in einen neuen Kontext nennt man in der Hip-Hop-Szene Sampling. Um Erlaubnis fragte Pelham nicht. Kraftwerk-Mitbegründer Ralf Hütter sah sich um seinen Beat bestohlen - und hatte geklagt.

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