Tamme Hanken tot: Was gibt's Neues auf dem Hankenhof?

Er war für viele Tierbesitzer die letzte Hoffnung: Tamme Hanken kurierte vor laufenden Kameras Vierbeiner - mit bloßen Händen. Der "XXL-Ostfriese" sorgte mit seinen chiropraktischen Fähigkeiten für gute Einschaltquoten, doch im vergangenen Oktober starb er völlig überraschend. Ein Blick zurück - und einer nach vorn.

Eine Koppel des Hankenhofs im niedersächsischen Filsum. Der ostfriesische Tierheiler Tamme Hanken verstarb am 10. Oktober 2016. Seine Witwe will das Lebenswerk ihres Mannes fortführen. Bild: Carmen Jaspersen/dpa

Tamme Hanken half Pferden, Hunden und zu Weihnachten sogar Rentieren auf die Sprünge. Wenn der wuchtige Tier-Experte im Karo-Hemd Hand an Tieren anlegte, befreite er sie von Schmerzen und machte deren Besitzer glücklich. Von seinem Großvater habe er die Heilkunst des traditionellen "ostfriesischen Knochenbrechens" gelernt, heißt es auf seiner Homepage. Der Ostfriese beschrieb seine Fähigkeit einmal so: "Wenn ich etwas anfasse, dann kommen Bilder. Ich scanne und ich fühle. Temperatur, Geruch. Gucken, Fühlen. Das ist die Kunst des Knochenbrechens."

Pferde-Flüsterer Tamme Hanken tot: Todesursache war Herzversagen

Aus ganz Deutschland und der Schweiz kamen Tierbesitzer und suchten Rat. Hanken begeisterte sie vor allem mit Gegensätzen: Trotz seiner 206 Zentimeter Körpergröße, rund 140 Kilogramm Gewicht und Händen so groß wie Bratpfannen, war er in der Lage, mit seiner feinfühligen Art beispielsweise die Nerven von kleinen Hunden zu ertasten.

Für den Sender NDR stand Hanken in 80 Folgen der Reihe "Der XXL-Ostfriese" vor der Kamera. Bei Kabel 1 fuhr er mit der Reihe "Tamme Hanken - Der Knochenbrecher on Tour" sehr beachtliche Quoten ein. Im Oktober 2016 erlag der 56-Jährige jedoch völlig überraschend einem Herzversagen. Hanken hinterließ seine Ehefrau Carmen, mit der er einen Pferdehof im ostfriesischen Filsum in Niedersachsen betrieben hatte.

Hankenhof Filsum heute: Wer wird Nachfolger von Tamme Hanken?

Die Urnenbeisetzung fand im Kreise der Familie und Freunde in Hankens Heimat Filsum statt. Tammes Tod hinterließ ein großes Loch im Leben seiner Frau Carmen. Doch allein fühle sie sich nicht, denn auf dem Hof, dem Lebenswerk des "XXL-Ostfriesen", spüre sie ihren Mann in allen Ecken und Winkeln, sagte die Reitlehrerin und Pferdetrainerin damals der "Bild". Deshalb sei auch klar, dass sie den Hof "niemals aufgeben" werde.

Ganz im Gegenteil: Ab dem 7. Februar wird sie jeden Dienstag ab 20.15 Uhr auf Kabel 1 in der sechsteiligen Doku-Reihe "Neus vom Hankenhof - Tamme forever!" zu sehen sein. Darin wird sie das Lebenswerk des legendären Knochenbrechers fortführen: "Es ist mein Anliegen, den Hankenhof in der jetzigen Form zu erhalten als Botschafterin von Tamme. Ich möchte dafür sorgen, dass das, was hier jahrelang für die Gesundheit der Tiere stattgefunden hat, weiterhin stattfinden kann", sagt die gebürtige Rheinländerin.

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