Von news.de-Redakteurin Anne Geyer - 16.01.2017, 15.31 Uhr

Anna Sacher privat: Das ist die wahre Geschichte um das legendäre "Hotel Sacher"

Anna Sacher war eine der schillernsten Persönlichkeiten Wiens. In ihrem Hotel gab sich die High Society die Klinke in die Hand. Doch wer war Anna Sacher eigentlich?

Anna Sacher wird in der Verfilmung "Die Sacher" von Ursula Strauss gespielt. Bild: dpa

Sie war der "Mann im Haus". Sie war elegant und unterhielt mühelos die Creme de la Creme der Wiener Society. Kaum zu glauben also, dass Anna Sacher, geborene Fuchs, als Fleischers-Tochter geboren wurde. Neben dem Besuch der Schule half sie in der Metzgerei des Vaters aus.

Anna Sacher: Mit 21 Jahren heiratete sie in die Hotel-Dynastie ein

Ihr Schicksal nahm eine rasante Wendung, als sie 1880, im Alter von 21 Jahren, den Hotelier Eduard Sacher heiratete. Unter der Führung ihres ehrgeizigen Mannes erblühte das Hotel und wurde von der oberen Schicht wegen seiner Exklusivität sehr geschätzt. Und auch die Küche überzeugte: Die Sacher-Torte war schon damals beliebt und eine Erfindung von Eduards Vater Franz Sacher. Die Rezeptur war streng geheim.

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Anna Sacher trotz Familie erfolgreiche Hotel-Chefin

Aus der Ehe mit Eduard gingen drei Kinder hervor: Eduard junior, Franziska und Anna, genannt Anni. Als Eduard nach nur 12 Ehejahren verstarb, musste Anna die Leitung des Hotel-Betriebes übernehmen. Das fiel ihr aber nicht schwer, denn schon gleich nach der Hochzeit hatte sie mit größter Leidenschaft das Hotel mitgeführt. Sie leitete das Hotel mit Unternehmergeist und etablierte es zu einem der angesehensten Häuser Europas. Auch Kaiser Franz Josef soll sich gern in dem Hotel aufgehalten haben. "Normalos" konnten hingegen kaum hoffen, im Hotel Sacher Unterschlupf zu finden.

Anna Sacher: Stattliche Erscheinung mit Zigarre und Bulldoggen-Faible

Anna Sacher selbst war, wie ihr Hotel selbst, ein Phänomen - nicht zuletzt durch ihre stattliche Erscheinung. "Das Hotel bin ich", soll sie einmal gesagt haben und führte selbiges mit einem forschen Auftreten, wie es damals zumeist nur Männern vorbehalten war. Gern rauchte sie Zigarren und liebte Französische Bulldoggen, die sie sogar unter dem Namen "Dernier cri" züchtete.

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gea/jat/news.de

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