Lukas Podolski und Serdar Somuncu: Hat Poldi den Comedian etwa aus Köln vertrieben?

Lukas Podolski veröffentlichte jüngst das Video zu seiner musikalischen Liebeserklärung an Köln. Dieser Stadt kann der Kabarettist Serdar Somuncu wiederum so gar nichts abgewinnen und will am liebsten wegziehen - woraufhin die beiden via Twitter in ungemütlicher Art und Weise aneinandergerieten.

Lukas Podolski (links) und Serdar Somuncu sind sich derzeit wohl spinnefeind. Der Grund ist die Stadt Köln. Bild: news.de-Montage/dpa

Was ist denn da passiert? Fußball-Star Lukas Podolski (31) und der Kabarettist Serdar Somuncu (48) haben sich auf Twitter in die Haare gekriegt. Nachdem am Freitag vergangener Woche (02.12.2016) das Video zu seiner musikalischen Liebeserklärung an die Stadt Köln erschien, musste sich der Ex-Nationalspieler von Somuncu so einiges gefallen lassen. Denn der hatte in einem Interview mit dem "Kölner Stadt Anzeiger" am Montag (05.12.2016) kein gutes Haar an der Domstadt gelassen.

Serdar Somuncu: "Köln ist eine der verlogensten Städte, die ich kenne"

"Köln ist eine der verlogensten Städte, die ich kenne, weil sie sich damit schmückt, tolerant zu sein, es aber nicht ist", so Somuncu wörtlich. "Wenn man sieht, wie die vermeintlich Toleranten auf die Übergriffe an Silvester reagiert haben, merkt man, dass da eine Auseinandersetzung fehlt. Zwischen dem Image, das die Kölner von sich haben, und der Lebensrealität klaffen Lücken." Für jemanden, der nicht aus Köln komme, sei das schwer auszuhalten, da die Stadt eine "übergriffige Stadt" sei, die einen nicht in Ruhe lasse, echauffierte sich der Deutsch-Türke.

Weiterhin habe Köln etwas "sehr Verfilztes": Die Kölner sängen immer nur Lieder über sich selbst, dabei sei es "nicht die schönste Stadt der Welt". Es fällt nicht schwer, Somuncus Worte als indirekten Angriff nicht nur auf die Stadt Köln, sondern auch auf Poldis Song "Liebe deine Stadt" zu sehen - der zeitliche Zusammenhang legt dies zumindest nahe.

Lukas Podolski schießt scharf gegen Serdar Somuncu

Und so interpretierte der Köln-Apologet Somuncus Worte dann auch und schoss via Kurznachrichtendienst Twitter zurück: "Gruß an diesen Somuncu. Heute gibt's noch Flüge nach Berlin", schrieb Poldi dort. Der wortgewandte Somuncu reagiert sofort mit einem entspannten: "was machst du eigentlich in istanbul? #toleranzgrenzeerreicht" .

Poldi in den Charts und auf den Bühnen der Welt

Am Montagabend (05.12.2016) äußerte sich Podolski schließlich noch einmal gegenüber dem Kölner "Express" zu der Auseinandersetzung: "Ich kenne den Typ gar nicht. Ich habe das nur online gelesen und mich gefragt, was ist das für einer. Ich gebe nichts auf solche Typen", sagte Poldi vor einem Auftritt mit seinen Musikerkollegen Cat Ballou und Mo-Torres in der Lanxess-Arena.

Das Interview mit Somuncu habe er gelesen, er sei jedoch "einer, der nicht rumredet, sondern geradeaus sagt, was er meint." Dem Comedian gab er via "Express" noch den bedenklichen Rat: "Wenn sich einer hier nicht wohlfühlt, dann soll er die Koffer packen und verschwinden. Ganz einfach." Es gäbe genug andere schöne Städte, und Flüge vom Flughafen, die "nicht richtig teuer" seien.

Serdar Somuncu will tatsächlich aus Köln wegziehen

Serdar Somuncu scheint mit Köln definitiv abgeschlossen zu haben - und den poldischen Worten Taten folgen lassen zu wollen: Im Interview mit dem "Kölner Stadt Anzeiger" gestand er: "Ich bin auf dem Sprung und werde wahrscheinlich wegziehen. Ich habe nie ganz in Köln gewohnt, Köln war der Lebensmittelpunkt, aber den werde ich jetzt nach Berlin verlagern. Dort ist es zwar auch anstrengend, aber nicht so übergriffig." Vielleicht wird Herr Somuncu ja in der Hauptstadt sein Seelenheil finden.

Erfahren Sie mehr: Die Partei – Serdar Somuncu stellt sich als Kanzlerkandidat.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

lid/jat/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser