Von news.de-Volontär Dominik Liebsch - 09.11.2016, 14.30 Uhr

Friedrich Mücke privat: Wer ist der Mann hinter der namenlosen "Weinberg"-Figur?

Ehemaliger "Tatort"-Kommissar, ewiger Matthias-Schweighöfer-Buddy und allzeit gefragter Darsteller für Blockbuster-Kino-Projekte: Friedrich Mücke ist fester Bestandteil des deutschen Films. Nun gibt er in der neuen Vox-Serie "Weinberg" einen unter Amnesie und Halluzinationen leidenden Namenlosen im Niemandsland. Dabei ist Mücke privat doch eigentlich ein eher ruhiger Vertreter.

Friedrich Mücke wurde gerade bei der Verleihung des Deutschen Regiepreises "Metropolis" in der Kategorie "Bester Schauspieler" ausgezeichnet. Bild: Tobias Hase/dpa

Derzeit ist der Schauspieler Friedrich Mücke in der Hauptrolle einer vieldiskutierten, sechsteiligen Mini-Serie namens "Weinberg" auf Vox zu sehen, die sich an dem US-amerikanischen Mystery-Klassiker "Twin Peaks" von David Lynch orientiert. In "Weinberg" spielt Mücke einen Namenlosen, der in den nebelverhangenen Bergen erwacht und sich an nichts mehr erinnern kann. Zu seinem Entsetzen sieht er über seinem Kopf die Leiche einer jungen Frau, die kurz darauf jedoch wieder quicklebendig zu sein scheint. Leidet er etwa unter Wahnvorstellungen? Für seine Rolle in "Weinberg" wurde Mücke 2016 sogar für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Doch wer ist der Mann eigentlich?

Die Karriere von Friedrich Mücke: Immer wieder an der Seite von Matthias Schweighöfer zu sehen

Mücke wurde 1981 in Berlin geboren und studierte nach dem Abitur von 2003 bis 2007 wie so viele aufstrebende Schauspieler aus der Hauptstadt an der renommierten Berliner Schauspielschule Ernst Busch. Im Anschluss wurde er sofort vom Münchner Volkstheater engagiert und siedelte in den Süden über. In den Jahren danach war Mücke unter anderem im Rahmen der Salzburger Festspiele und am Deutschen Theater in Berlin auf der Bühne zu sehen.

2009 feierte Mücke sein Leinwanddebüt in "Schreibe mir - Postkarten nach Copacabana" von Thomas Kronthalter, in dem er als bayerischer Ornithologe in Bolivien unterwegs ist. Noch im selben Jahr wurde er an der Seite von Matthias Schweighöfer in "Friendship!" einem größeren Kinopublikum bekannt und für seine Rolle mit dem Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. In "Friendship!" unternehmen zwei junge Ostdeutsche nach dem Fall der Mauer einen Roadtrip durch Amerika - ohne Geld.

Kurzer Flirt mit dem "Tatort" aus Erfurt: Friedrich Mücke gibt für den MDR den Kommissar

Es folgten weitere, von der Kritik zum Teil hochgelobte Filme. 2011 war Mücke das erste Mal als Nebendarsteller (unter anderem zusammen mit Maximilian Brückner) im Tatort "Heimatfront" zu sehen, 2012 mit der Verfilmung des autobiographischen Bestsellers "Russendisko" von Wladimir Kaminer wieder in den deutschen Kinos - und ein weiteres Mal an der Seite von Matthias Schweighöfer. Im selben Jahr probierte sich Mücke in einem neuen Format aus, und spielte zusammen mit Ken Duken eine Hauptrolle in der deutschen TV-Serie "Add a Friend".

2013 und 2014 trat Mücke in seiner neuen Rolle als Kriminalhauptkommissar Henry Funck für zwei Folgen des Erfurter "Tatort"-Ablegers in Erscheinung: "Kalter Engel" und "Der Maulwurf". Nachdem sich Mücke und eine seiner Schauspielkolleginnen jedoch dazu entschieden, aus dem fiktiven Ermittlerteam wieder auszusteigen, stellte der MDR den Erfurter "Tatort" ganz ein. Das tat der Karriere Mückes jedoch keinen Abbruch: Noch 2014 feierte er mit der Komödie "Vaterfreuden", einer Regiearbeit seines Kollegen Matthias Schweighöfer, einen weiteren Publikumserfolg und zuletzt war er in dem Regiedebüt von Karoline Herfurth, "SMS für Dich", in den Kinos zu sehen.

Friedrich Mücke privat mit Freundin Barbara Romaner und seiner Tochter glücklich

Laut "kino.de" lebt Friedrich Mücke nach wie vor in München und ist mit der Südtiroler Schauspielerin Barbara Romaner liiert. Das Paar habe 2011 sein erstes Kind bekommen. Romaner sei ebenfalls wie Mücke Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater. Privat scheint Mücke eher der zurückhaltende Typ zu sein: Dem Kölner "Express" sagte er 2013 anlässlich seines "Tatort"-Debüts als Macho-Kommissar Henry Funck, er sei privat in vielen Sachen eigentlich "sehr, sehr ängstlich, auch bei meiner Tochter". 2011 sei er in Elternzeit gewesen, was "ganz toll" gewesen sei: "Der Familie ganz nah zu sein, ist einfach superschön. Ich bin ein verantwortungsvoller Papa."

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lid/sam/news.de

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