Christoph Waltz zum 60. Geburtstag: Ganz Hollywood tanzt den Wiener Waltz

Erst mit 53 Jahren feierte Christoph Waltz seinen Durchbruch in Hollywood. Mangelndes Engagement in den vergangenen sieben Jahren kann man dem Geburtstagskind seither jedoch nicht vorwerfen.

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Der Durchbruch gelang ihm als Film-Nazi in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds", der bislang letzte Höhepunkt seiner Karriere bescherte ihm die Rolle als ärgster Widersacher von James Bond. Geht es nach diesen zwei klangvollen Stationen im Leben des Christoph Waltz, könnte man dem gebürtigen Österreicher eine typisch deutsche Karriere in Hollywood attestieren. Doch dass sich der Wiener Waltz letztendlich ebenso leichtfüßig wie beim fast gleichnamigen Tanz an die Spitze der Hollywood-Stars katapultierte, war und ist kein Zufall. Denn dort wollte das Geburtstagskind schon immer hin ...

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Christoph Waltz: Fleißiger Sammler von Auszeichnungen

2009 spielte sich Waltz mit seiner Rolle des SS-Standartenführer Hans Landa in "Inglourious Basterds" quasi über Nacht in die Elite der Superstars. Über 20 Preise räumte er mit seiner Performance ab, darunter einen Bambi, den British Academy Award und einen Oscar. Damals passte Waltz zufällig in das von Regisseur Quentin Tarantino gesuchte Raster, heute schreibt der Filmemacher dem Wiener die Rollen sogar auf den Leib. In- und Ausland feiern seither Waltz.

Christoph Walz auf dem "Hollywood Walk of Fame"

Nur folgerichtig, dass er vor einiger Zeit mit einer ganz besonderen Ehrung endgültig in Hollywoods höchste Star-Riege aufgenommen wurde: Der Wiener Schauspieler ist inzwischen Teil des "Walk of Fame", sein Name steht auf dem 2536. Stern auf dem wohl berühmtesten Boulevard von Los Angeles, wenn nicht sogar der Welt. Die Laudatio hielt - wer sonst - Kult-Regisseur Quentin Tarantino, dem Waltz seinen Durchbruch in der Traumfabrik verdankte.

Der Weg an die Spitze war lang und steinig für Christoph Waltz

Geboren wurde er am 4. Oktober 1956 in der Hauptstadt Österreichs als Sohn des Bühnenbildner-Ehepaares Elisabeth Urbancic und Johannes Waltz. Das Schauspieler-Blut liegt ihm in den Genen. Seine Großeltern mütterlicherseits, Maria Mayen und Emmerich Reimers, waren Schauspieler am Burgtheater. Auch sein aus Hamburg stammender Urgroßvater Georg Reimers war Schauspieler. Nach einer Schauspielausbildung in Wien und New York übernahm Waltz Anfang der 1980er-Jahre erste kleinere Rollen, hauptsächlich in deutschen Krimi-Produktionen. 1987 war er sogar eine Folge lang als Wiener "Tatort"-Kommissar zu sehen. Der richtig große Durchbruch ließ jedoch auf sich warten.

Zwar übernahm er 1996 die Rolle des Schlagerstars Roy Black in der Biografie "Du bist nicht allein" und kleinere Auftritte in Kino-Produktionen wie in "Herr Lehmann" (2012), diese blieben jedoch zunächst die Ausnahme. Waltz verriet in einem Interview sogar einmal, dass er sich im deutschen Fernsehen unterschätzt fühlte. Seine Jahre als wenig bekannter TV-Darsteller in Deutschland seien "eine fade und frustrierende Angelegenheit" gewesen, sagte der 57-Jährige dem österreichischen Ö1-Radio in Los Angeles.

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