17.08.2016, 13.20 Uhr

Fabian Hambüchen: Lara, Sarah und Victoria: Das sind die Frauen des Olympiasiegers

Mit dem Olympiasieg am Reck hat Fabian Hambüchen seiner Turner-Karriere die Krone aufgesetzt. Seine Erfolge verdankt er aber nicht nur seinen sportlichen Fähigkeiten, sondern auch dem Rückhalt durch seine Familie und seine Freundin Marcia. Doch die hatte schon die ein oder andere Vorgängerin.

Fabian Hambüchen holte bei dem Olympischen Spielen 2016 Gold für Deutschland. Bild: dpa

Bevor er sich zu Gold auf- und abschwang, stand ein sehniger Mann hinter Fabian Hambüchen (28). Er hob das kleine Kraftpaket (1,62 Meter, 62 Kilo) an die Reckstange - und der Triumph von Rio de Janeiro nahm seinen Lauf.

Fabian Hambüchen: Seine ganze Familie holte Gold

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Wolfgang Hambüchen (61), der Mann hinter Fabian, führte den Turner zur Goldmedaille. Der Vater des Olympiasiegers war selbst ein ehrgeiziger Turner, er trainiert seinen Sohn von Kindesbeinen

an und machte ihn zu einem der erfolgreichsten Turner in der deutschen Sportgeschichte.

Es geht nicht immer reibungslos zwischen den beiden ab, und es ist kein Geheimnis, dass dann beim TSG Niedergirmes (bei Wetzlar), dem hessischen Heimatverein des Hambüchen-Duos, schon mal die Fetzen fliegen. Doch sie finden immer wieder zueinander - und sie orientieren sich stets nach vorne.

Fabian Hambüchen: Sein Vater führte ihn zur Goldmedaille

2004 betreute Wolfgang Hambüchen seinen Sohn erstmals bei den Olympischen Spielen in Athen. Vier Jahre später war er auch in Peking mit dabei, als sein Sohn am Reck Bronze holte. 2012 bei Olympia in London hatte der Vater keine Akkreditierung als Personal Coach vom Deutschen Olympischen Sportbund bekommen. Er wohnte in einem Wohnmobil auf einem nahegelegenen Zeltplatz und durfte seinen Sohn nur aus der Ferne beraten. Der gewann trotzdem die Silbermedaille am Reck.

2016 sah es so aus, als könne Fabian Hambüchen überhaupt nicht in Rio starten. Ihn plagte eine chronische Sehnenreizung an der rechten Schulter. Er könne noch nicht mal einen Salzstreuer vom Boden aufheben, klagte er. Doch dann wurde er rechtzeitig fit, sein Vater war auch wieder als Trainer mit von der Partie und Fabian Hambüchen jubelte: "Das ist supergeil. Ich freue mich für ihn und für mich, dass es geklappt hat, was in London ja noch unmöglich war."

Klan-Prinzip als Erfolgsrezept bei den Hambüchens?

Einige Experten glauben sogar, dass der Erfolg ohne die Familie nicht möglich gewesen wäre. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt: "Der Vater steht für etwas, das in anderen Ländern selbstverständlich ist, im deutschen Sport aber eine Besonderheit - das Klan-Prinzip. Das hat manchmal zu Konflikten mit dem Verband geführt, Hambüchen aber unabhängig und stark gemacht. Der Klan bestand aus der Mutter als Terminplanerin, dem Onkel als Mentaltrainer, dem Vater als Ex-Turner und Trainer, einem Freund, Mauno Nissinen, als Video-Coach und dem Bruder als Bruder. Sie alle haben ihn gewissermaßen hinaufgehoben."

Wie eingespielt das Vater-Sohn-Team ist, bewiesen die beiden Ende Mai 2010. Beim "Wer wird Millionär? - Prominenten-Special" erspielten sie 125.000 Euro.

Im gleichen Jahr hatte der Sohn sein Buch "Fabian Hambüchen - Die Autobiografie" veröffentlicht. Das Werk stieß bei Turner-Kollegen auf Ablehnung und Unverständnis. "Alle, mit denen ich bisher darüber gesprochen habe, finden das alles nur lächerlich", sagte Mannschaftseuropameister Philipp Boy.

VIDEO: Fabian Hambüchen und Vater Wolfgang machen sich bereit für die Olympischen Spiele 2016!

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