Mary von Dänemark: Prinzessin Mary engagiert sich für Gleichberechtigung in Saudi-Arabien

Der Staatsbesuch in Saudi-Arabien lief für Prinzessin Mary von Dänemark nicht so erfreulich, wie für ihren Mann Frederik. Weil sie aus Protest kein Kopftuch trug, weigerten sich die meisten saudischen Repräsentaten, ihr die Hand zu geben.

Kronprinzession Mary von Dänemark setzt in Saudi-Arabien ein Statement für mehr Gleichberechtigung. Dafür verweigern es ihr die Männer, die Hand zu schütteln. Bild: dpa

Hände zu schütteln bei öffentlichen Empfängen zählt zu den wichtigsten Aufgaben einer Prinzessin. Während Mary von Dänemark diese Geste sonst leicht von der Hand geht, erwies sie sich beim Staatsbesuch in Saudi Arabien aber als etwas schwierig. Als sie und ihr Mann Frederick im Palast von König Salman ibn Abd al-Aziz empfangen wurden, weigerten sich viele saudische Repräsentanten, die Hand zu geben. Aber warum?

Kein Händedruck in Saudi-Arabien für Prinzessin Mary von Dänemark

Dass lediglich der 47-jährige Prinz Frederik von Dänemark herzlich mit der Hand begrüßt wurde und seine Frau nicht, kann durchaus mehrere Gründe haben. Zum einen gibt es verschiedene Auslegungen des Islam. Viele Muslime berufen sich auf den Prophet Mohammed, von dem überliefert ist, dass er Frauen nicht die Hand gegeben hat. Was hierzulande frauenfeindlich wirkt, kann durchaus respektvoll gemeint sein. Männer und Frauen, die nicht verheiratet oder verwandt sind, geben sich dann nicht die Hände, wie die "Zeit" berichtet.

Da sich die 44-jährige Prinzessin aber sehr für die Rechte von Frauen engagiert, könnte es auch einen anderen Grund geben, warum ihr die arabischen Männer die Hand verweigert haben.

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