Janis Winehouse über den Tod ihrer Tochter: Litt Sängerin Amy Winehouse am Tourette-Syndrom?

Amy Winehouse galt als Ausnahmetalent - ein absolutes Gesangswunder. Leider verlor Amy am Ende den Kampf gegen sich selbst. Ihre Mutter berichtet nun offen und schonungslos, wie krank ihre Tochter tatsächlich war.

Amy Winehouse starb im Juli 2011 an einer Alkoholvergiftung, nach Jahren voller Drogeneskapaden und Skandale. Bild: dpa

Am 23. Juli 2011 wurde Amy Winehouse tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden. Sie starb mit 4,16 Promille im Blut. Auch wenn Vater Mitch immer wieder beteuerte, dass Amy ihre Suchtprobleme längst in den Griff bekommen hatte, so wird nach dem Tod der Sängerin immer deutlicher, wie schwer abhängig die Soul-Ikone war.

Amy Winehouses Kampf gegen die Drogen: Janis Winehouse über den Absturz ihrer Tochter

Amys Mutter Janis sprach nun mit der britischen Zeitung "Daily Mail" über die Abstürze ihrer geliebten Tochter. In dem intimen und sehr privaten Interview berichtete Janis von Amys schwieriger Kindheit. Sie erinnert sich daran, dass sich ihre Tochter bereits im zarten Altern von neun Jahren die Arme aufgeritzt habe.

"Mit zehn wurde sie beim Klauen erwischt ... Mit zwölf Jahren rauchte sie auf dem Hinterhof, drei Jahre später kippte sie Whiskey-Likör runter und rauchte Gras", so die 60-Jährige gegenüber "Daily Mail".

Eine Liebe zum Scheitern: Amy Winehouse und Blake Fielder-Civil

Dann lernte Amy den schwer drogenabhängigen Blake Fielder-Civil kennen und lieben. Die beiden heiraten 2007. Eine Beziehung voller Alkohol- und Drogenexzesse beginnt. "Amy hatte Angst vor ihrem drogengetränkten Leben, sie wollte was ändern, aber wusste nicht wie", so Janis weiter.

2009 folgte die Trennung der beiden, angeblich unter dem Druck der Eltern. Amy sollte daraufhin in eine Entzugsklinik, wollte es aber lieber auf eigene Faust versuchen, was laut Aussage ihrer Mutter deutlich schief ging. Stattdessen soll sich die Sängerin tagelang eingeschlossen haben. Drogen und Alkohol bestimmten ihren Tag. Besonders erschreckend: Amy ritzte sich die Arme und das Gesicht, drückte ihre Zigaretten auf der Wange aus.

Der Fall einer tragischen Soul-Stimme: Drogen, Hirnschäden und Tourette-Syndrom

Amys Zustand wurde immer schlimmer. Eine abgesagte Tournee, Buhrufe ihrer Fans und immer wieder Wutanfälle. Betrunken und völlig zugedröhnt konnte sie nicht mehr singen. Ihre Eltern wollten sie zwangseinweisen, doch ihre Mutter brachte es nicht übers Herz, wie sie zugibt. Vielleicht ein fataler Fehler.

Amy versank mehr und mehr im Sumpf der Drogen. Litt unter Essstörungen, Hirnschäden und neurologischen Problemen. Es sei möglich, dass Amy Winehouse unter dem Tourette-Syndrom litt, sagte Janis nun in einem Interview dem "People Magazine": "Sie könnte fast auch Tourette gehabt haben, so dass sie Dinge einfach herausschreien musste", erklärte die 60-Jährige.

2011 versuchte Amy schließlich clean zu werden, doch es war zu spät. Im Juli stirbt Amy Winehouse im Alter von 27 Jahren allein in ihrer Wohnung in Camden. Am 12. Januar soll ein neues Buch aus der Sicht ihrer Mutter Janis veröffentlicht werden.

FOTOS: Amy Winehouse Schnelles Leben, früher Tod: Der Klub 27
zurück Weiter Amy Winehouse starb im Juli 2011 an einer Alkoholvergiftung, nach Jahren voller Drogeneskapaden und Skandale. (Foto) Foto: PROKINO Filmverleih GmbH Kamera

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sba/lvo/news.de

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