Nach den Terror-Anschlägen in Paris: Madonna, U2, Justin Bieber: So reagieren die Stars

Nach den Terroranschlägen in Paris am Freitag, den 13. November 2015 bekunden auch die Stars ihre Solidarität mit den Opfern und deren Hinterbliebenen. Madonna, U2, Rolf Scheider - sie alle zeigen ihre Anteilnahme öffentlich.

Die irische Rockband U2 besucht am Tag nach den Terror-Anschlägen die Konzerthalle "Bataclan" in Paris. Dort kamen mehr als 80 Menschen ums Leben. Bild: dpa

Die Terror-Anschläge in Paris am vergangenen Freitag (13. November 2015) berühren Menschen weltweit zutiefst. Die Anteilnahme an den Schicksalen der Toten ist immens. Jeder geht anders mit der Gräueltat der IS-Terroristen in der französischen Hauptstadt um. Auch die Prominenten trauern um die Opfer von Paris.

Auftritt der Band U2 in Paris musste abgesagt werden - Blumen für Opfer des "Bataclan"

Die irische Rockband U2 hätte nur einen Tag nach den Anschlägen ein Konzert in der Modemetropole spielen sollen, doch der Auftritt musste abgesagt werden. Die Sicherheit konnte nicht gewährleistet werden, eine so große Veranstaltung sei zu unübersichtlich und gefährlich. Bono pilgerte stattdessen mit seiner Band zum "Bataclan", dem Konzertsaal, in dem am vergangenen Freitag die meisten Menschen Opfer des Terrors wurden. Die Iren legten Blumen nieder und gedachten der Toten. Frontmann Bono habe volles Verständnis für die Entscheidung, das Konzert abzusagen, hoffe aber, bald nach Paris zurückzukehren. In Richtung der Terroristen sagte er: "Sie werden nicht bestimmen, wie wir leben."

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zurück Weiter Waffenbrüder: Nachdem Francoise Hollande in den vergangenen Tagen bereits zunehmend von Krieg sprach, setzt nun auch Frankreichs Premierminister Manuel Valls diesen Kurs fort. Was genau dies bedeutet, wird sich im Laufe des Tages zeigen. (Foto) Foto: dpa/ IAN LANGSDON Kamera

Derzeit versuchen die Band-Mitglieder, wie alle Menschen auf der Welt, die Ereignisse einzuordnen. Besonders zu schaffen mache Bono dabei, dass die Mehrheit der Opfer Musik-Fans seien. "Das ist der erste direkte Anschlag auf die Musik in diesem sogenannten 'Krieg gegen den Terrorismus'. [...] Das hätte ich sein können, bei dieser Show. Oder du."

Madonna versagte während ihrer Ansprache über Attentat in Paris die Stimme

Die Königin des Pop, Madonna sagte ihr Konzert am Samstag in Stockholm nicht ab. Auf der Bühne hielt sie eine kurze Ansprache zu ihren Fans: "Warum bin ich hier oben, tanze und habe Spaß, wenn Menschen um ihre Geliebten weinen, die sie verloren haben? Wir arbeiten hart und wir verdienen es, Spaß zu haben. Es hat niemand das Recht, uns davon abzuhalten, das zu tun, was wir lieben", zitiert "vip.de" die Sängerin. Doch ihre Stimme bricht vor Ergriffenheit und Trauer ab. Als sie jedoch ihren Mega-Hit "Like A Prayer" anstimmt, verwandelt sich die Konzerthalle in ein Lichtermeer und Madonna singt mit Tränen in den Augen weiter.

Justin Bieber sang mit Tränen in den Augen in Los Angeles

Justin Bieber zeigt sich nach den Ereignissen des 13. November ebenfalls geschockt: "Es wurden so viele Menschen verletzt, so viele sind gestorben. Ich fühle mit ihnen. Wenn wir alle einen kleinen Teil dazu beitragen, können wir die Welt so viel besser machen", so der Teenie-Star. Bei seinem Konzert in L.A. brach er in Tränen aus.

"Tribute von Panem"-Premiere wird verkleinert

Die Hauptdarsteller von "Die Tribute von Panem": Josh Hutcherson, Jennifer Lawrence und Liam Hemsworth. Bild: Joel Ryan/Invision/AP

Wie das Filmstudio Lionsgate nun mitteilte, wird die Premiere des letzten "Tribute von Panem"-Films in Los Angeles nicht in dem Umfang gefeiert, wie ursprünglich geplant. So müssen Presse und Fans auf die eigentlich obligatorischen Interviews der Hauptdarsteller am roten Teppich verzichten. Das seit Langem geplante Event soll allerdings auf jeden Fall am Montagabend durchgeführt werden - an eine Absage sei nicht gedacht worden. "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2" mit Jennifer Lawrence (25), Liam Hemsworth (25) und Josh Hutcherson (23) in den Hauptrollen startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

GNTM Rolf Scheider: "Es ist nicht mehr mein Paris. Es ist ein Terror-Paris."

Die Moderatorin Margarethe Schreinemakers und Ex-GNTM-Juror Rolf Scheider betraf das Unglück indirekt selbst. Schreinemaker schreibt auf ihrer Facebook-Seite: "Es ist so super traurig... aber unseren Lütticher Freund und seine Frau, die mit ihm diesen sinnlosen Tod in Paris sterben musste, gibt es nicht mehr. Wir denken an dich, an deine Frau, eure Familien, deine Lieben, deine Freunde... und an die vielen, vielen anderen, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren."

Im RTL-Interview erzählte Rolf(e), dass er nahe des "Bataclan" wohne: "Hier gehe ich jeden Tag vorbei. Es ist meine Heimat. Weißt du, wie viele Partys ich dort gefeiert habe?" Am Freitagabend kam der Wahl-Pariser, der seit 25 Jahren in der französischen Hauptstadt wohnt, gerade von einer Vernissage. Hätte er sich nur ein paar Minuten früher auf den Heimweg gemacht - auch er hätte unter den Opfern sein können. So erging es der Schwester seines guten Freundes. Laut Schneider wurde sie einfach auf dem Weg nach Hause erschossen. "Warum schießt man Leute ab? Warum? Es ist wie eine andere Welt, es ist nicht mehr mein Paris. Es ist ein Terror-Paris." Damit spricht der Casting Director wohl ganz Paris aus der Seele.

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saw/mie/news.de

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