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Bill Cosby: Bill Cosby tauscht seine Verteidiger aus

Da wird offenbar jemand nervös: Bill Cosby hat seinen bewährten Verteidiger Marty Singer gefeuert und durch eine Armee von Anwälten ersetzt. Opfer-Anwältin Gloria Allred gibt sich weiter kämpferisch.

Bill Cosby bei einem Stand-Up-Auftritt im Herbst 2013 Bild: John Minchillo/Invision/AP/spot on news

Die Details aus Bill Cosbys (78) jüngstem Gerichtstermin sind noch unter Verschluss, doch der Komiker scheint mit dem Verlauf des Verfahrens unzufrieden zu sein: Cosby hat Staranwalt Marty Singer, der ihn bisher gegen die Flut der Missbrauchsvorwürfe verteidigte, gefeuert, wie unter anderem die "Los Angeles Times" berichtet. Stattdessen engagierte er die renommierte Großkanzlei Quinn Emmanuel Urquhart & Sullivan, die, ähnlich wie Singer, für aggressive Verteidigungsstrategien bekannt ist.

Klage konnte nicht abgewendet werden

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Wenig überraschend äußerte sich Singer unter Verweis auf seine Schweigepflicht nicht zu den Gründen für seine Kündigung. Cosby hatte am 9. Oktober in dem Verfahren, das Judy Huth gegen ihn eröffnet hatte, unter Eid aussagen müssen. Singer war es zuvor nicht gelungen, die Klage abzuwenden.

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Huths Fall ist einer der wenigen, die Cosby juristisch ernsthaft gefährlich werden können: Die Anschuldigung reicht zwar ins Jahr 1974 zurück und ist damit lange verjährt, doch da Huth zur angeblichen Tatzeit noch minderjährig war, konnte sie nach kalifornischem Recht trotzdem eine Zivilklage einreichen. Cosbys Aussage zu den Vorwürfen steht noch unter Verschluss, ob und wann sie veröffentlicht wird, entscheidet das Gericht voraussichtlich am 22. Dezember.

Wird die Luft für Cosby dünn?

Huths Anwältin Gloria Allred, die auch zahlreiche weitere mutmaßliche Opfer Cosbys vertritt, hat bereits eine zweite Befragung des Komikers beantragt. Sie sieht Cosby offenbar bereits in die Ecke gedrängt: "Herr Cosby hat sich dazu entschieden, 700 Anwälte anzuheuern, um gegen eine einzelne Frau vorzugehen", kommentierte sie den Austausch seiner Verteidiger. "Wir freuen uns darauf, unseren Kampf für Frau Huth fortzusetzen. Dieser Wechsel wird an unserer energischen Vertretung ihrer Interessen nichts ändern."

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