"Robin Williams - Seine letzten 24 Stunden" bei VoxNow: Der Komiker, der an Depressionen zerbrach

Vor einem Jahr starb überraschend der Schauspieler Robin Williams - er wählte den Freitod. Ein Schock für seine Familie und zahlreichen Fans überall auf der Welt. Der Hollywood-Star litt fast sein ganzes Leben unter Depressionen und Angstzuständen. Am Donnerstag erinnerte Vox an den Ausnahme-Schauspieler.

Er selbst hätte sicher darüber schmunzeln können: Als vor genau einem Jahr der Schauspieler Robin Williams (1951-2014) verstarb, stiegen die Suchanfragen bei Google für den Sänger Robbie Williams extrem an. Für viele Suchende im Netz war der kleine aber feine Unterschied beim Vornamen im Schock über die Nachricht wohl zu viel. Doch nicht Robbie war am 11. August 2014 verstorben, sondern eben Robin. Da dieser für seinen feinen Humor bekannt war, mag die Vermutung eines Lächelns auf Robins Gesicht ob dieser makabren Verwechslung erlaubt sein.

Hatte fast immer ein Lächeln auf den Lippen: Der vor einem Jahr verstorbene Robin Williams. Bild: Dan Steinberg/Invision/AP/

Robin Williams rang mit Depressionen, Angstzuständen und seiner Abhängigkeit

Ein Jahr und zwei Tage ist es nun also schon her, dass sich Williams das Leben genommen hat. Als eine der Ursachen für den Suizid gelten klinische Depressionen. Zudem litt er unter Angstzuständen und befand sich im Anfangsstadium von Parkinson. Immer wieder kämpfte er gegen seine Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Rückfällig wurde er mehrmals, kurz vor seinem Tod ließ er sich in ein Rehabilitationszentrum einweisen. Eine lange Krankheits- und Leidensgeschichte, die abermals zeigt, dass die schwere Krankheit Depression einen jeden treffen kann - auch Menschen, die auf den ersten Blick fröhlich wirken oder zumindest so wirken wollen.

Robin Williams' Kampf gegen Depressionen: Lachen und Weinen lagen für ihn oft nah zusammen

Williams Ehefrau, Susan Schneider, mit der der Schauspieler seit 2011 verheiratet war, richtete noch am Todestag bewegende Worte an die Öffentlichkeit: "Heute Morgen habe ich meinen Ehemann und meinen besten Freund verloren und die Welt einen ihrer beliebtesten Schauspieler und liebenswürdigsten Menschen. Mein Herz ist völlig gebrochen. Ich hoffe, in den Erinnerungen wird nicht sein Tod vorherrschen, sondern die unzähligen Momente des Spaßes und des Lachens, die er Millionen gab." Trauer und Lachen lagen bei Williams oft nah zusammen. Für das Publikum war er der Mann, der die anderen zum Lachen brachte, privat kämpfte er gegen seine Dämonen.

Williams' Tochter Zelda: Mein Vater hat ein Leben lang gegen Depressionen gekämpft

Besonders rührend war die Reaktion seiner Tochter Zelda, die sich nicht unmittelbar nach dem Ableben ihres Vaters, sondern gut zwei Monate danach an die Öffentlichkeit wandte. Für ihre bewegenden Worte hatte sich Zelda den 10. Oktober ausgesucht, den "Internationalen Tag der seelischen Gesundheit". Auf Twitter erinnerte sie daran, dass seelische Krankheiten von der Umgebung oft falsch aufgenommen werden. Sie forderte zudem die Öffentlichkeit auf, toleranter zu sein. Sie schloss das Posting mit persönlichen Worten: "Mein Vater hat sein Leben lang offen gegen die Depression gekämpft, im Allgemeinen und für sich selbst. Egal, was irgendjemand sagt, es ist ein KAMPF. Kämpft weiter."

FOTOS: Robin Williams Komiker mit ernster Seite

Williams' Ex und seine Kinder stritten sich um sein Erbe

Doch wie so oft in Todesfällen hielt die Trauer nur so lange an bis es um das Erbe ging. So auch bei Williams. Auf der einen Seite war da seine dritte Ehefrau Schneider, auf der anderen Seite die drei Kinder aus den früheren Ehen, Cody, Zelda und Zachary. Es ging wohl vor allem um persönliche Erinnerungsstücke, zur Abwechslung mal nicht um den schnöden Mammon. Schön auch, dass man sich dann doch dezent vor Gericht einigen konnte und das Ganze nicht in einer Schlammschlacht in den Medien ausartete.

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