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Jim Carrey: Nach Justin-Bieber-Beichte: Auch diese Stars kämpfen mit Depressionen

Reich, berühmt und - traurig. So traurig, dass man von einer Krankheit spricht. Justin Biebers jüngstes Interview über Depressionen holt ein Thema hoch, dass immer noch gern unter den Teppich gekehrt wird.

Bitte lächeln: Justin Bieber, Kirsten Dunst und Dustin Hoffman (v. l.) sind nicht die einzigen, die das Rampenlicht als zwiespältig empfinden Bild: [M] Richard Shotwell/Charles Sykes/Brian Bettencourt/Invision/AP/spot on news

Eigentlich war Superstar Justin Bieber (21, "Where Are Ü Now") am Mittwoch in die US-Radio-Show "On Air With Ryan Seacrest" gekommen, um seine neue Single "What do you mean" zu enthüllen, die am 28. August auf den Markt kommt. Aber dann wurde es plötzlich ernst: Er kämpfe mit Versagensängsten, die manchmal dazu führten, dass "er nicht mal mehr aus dem Bett" komme. Die Fragen "Ist das gut genug? Ist das die Richtung, in die ich gehen will?" quälten ihn. Und damit hat er ein Thema angesprochen, mit dem auch manche seiner Promi-Kollegen zu kämpfen haben: Depressionen. Denn betroffene Stars wie Dustin Hoffman (77) oder Kirsten Dunst (33) begegnen dem häufigen Vorurteil, dass ihnen lediglich die Selbstbeherrschung fehle.

Krank aus Versagensangst: Eddie Redmayne und Kirsten Dunst

Der Moderator Harald Schmidt ist Schirmherr der "Stiftung Deutsche Depressionshilfe" und hat das Vorwort zu dem Ratgeber "Depressionen bewältigen" geschrieben. Werfen Sie hier einen Blick in das Buch

Dabei handelt es bei Depressionen viel mehr um eine ernst zu nehmende psychische Krankheit, die nicht selten aus Erfolgsdruck erwächst. So hatte auch Eddie Redmayne (33) damit zu kämpfen, als er seiner Oscar-Rolle als Physiker Stephan Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" gerecht werden musste. Und weil man Kirsten Dunst (33) 2008 wegen Drogenproblemen in Behandlung vermutete, stellte sie klar, dass sie in der Klinik gegen einen anderen Dämon kämpfe: Depressionen. In der "Ellen DeGeneres Show" redete Dunst über diese dunkle Seite des Ruhmes - und traf bei der Moderatorin auf Verständnis: Ellen DeGeneres (57) hat Erfahrungen mit der Krankheit gemacht, als man ihr ihre ABC-Sitcom "Ellen" 1998 kündigte, weil sie sich als Lesbe geoutet hatte.

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Wochenbettdepressionen: Gwyneth Paltrow und Brooke Shields

Nachdem Hollywood-Star Gwyneth Paltrow (42, "Mortdecai") 2006 ihr zweites Kind Moses zur Welt gebracht hatte, viel sie in eine schwere postnatale Depression: "Als ich ganz unten war, war ich ein Roboter. Ich habe nichts gefühlt. Ich hatte keine mütterlichen Gefühle für ihn - es war schrecklich", sagte sie der britischen Ausgabe der "Vogue" vier Jahre später. Auch ihre Kollegin Brooke Shields (50) musste diese Erfahrungen machen, nachdem sie 2003 ihre erste Tochter zur Welt gebracht hatte. Die in den Achtzigern berühmt gewordene Shields spielte mit Selbstmordgedanken, bevor sie in die Offensive ging, ärztliche Hilfe in Anspruch nahm und ein Buch über ihre erschütternden Erlebnisse im Kampf mit der eigenen Seele schrieb.

Depression ist kein Stigma: Dustin Hoffman und Jim Carrey

Dustin Hoffman (77) wurde depressiv, als man ihn für sein Lebenswerk auszeichnete und Country-Sängerin Sheryl Crow (53) begab sich in Behandlung, nachdem sie während "besonders dunkler Tage kaum aus dem Bett kam und kleine Probleme unüberwindlich wurden". Auch scheinbar besonders fröhliche Persönlichkeiten haben mit dem zu kämpfen, was der zeitlebens schwer depressive Winston Churchill einst den "schwarzen Hund" nannte: Der US-Comedian Russell Brand (40) zum Beispiel sagt von sich, dass Depressionen zu seinem Leben gehören und Hollywoods Scherzkeks Jim Carrey (53, "Dumm und Dümmehr") beschrieb es einmal so: "Manchmal komme ich von der Straße ab, nehme die Abfahrt in eine schlechte Gegend und bleibe dort für eine gewisse Zeit - normalerweise aber nicht für lange".

Leiden auch Sie unter Depressionen? Hilfe bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111

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