Freispruch: Zuhälterei-Prozess: Strauss-Kahn freigesprochen

Er musste sich wegen des Vorwurfs der "schweren Zuhälterei" vor Gericht verantworten. Heute sprach ein französisches Gericht Dominique Strauss-Kahn in sämtlichen Anklagepunkten frei.

Dominique Strauss-Kahn ist weiterhin ein freier Mann Bild: ddp images/spot on news

Dominique Strauss-Kahn (66) ist unschuldig! Der ehemalige Chef des internationalen Währungsfonds (IWF) ist in sämtlichen Anklagepunkten vom Vorwurf der Zuhälterei freigesprochen worden. Dieses Urteil fällte am heutigen Freitag ein Gericht im nordfranzösischen Lille. Eine wirkliche Überraschung ist das nicht, da sich die Staatsanwaltschaft eigentlich bereits 2013 dagegen aussprach, Anklage gegen Strauss-Kahn zu erheben. Es sei schlicht zu wenig belastendes Beweismaterial vorhanden, hieß es damals.

Gegen Strauss-Kahn und 13 weitere Männer wurde wegen "schwerer Zuhälterei" ermittelt. "DSK", wie der einstige Spitzenpolitiker in Frankreich genannt wird, soll in Brüssel, Paris und Washington wilde Sexpartys mit Prostituierten organisiert haben, lautete der Vorwurf. Die Teilnahme an den freizügigen Partys hatte Strauss-Kahn nie bestritten, jedoch versicherte er, diese weder organisiert zu haben, noch will er gewusst haben, dass es sich bei den anwesenden Damen um Callgirls handelte. "Es mit Prostituierten zu tun, ist nicht meine Vorstellung von sexuellen Beziehungen", erklärte er vor Gericht.

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Für Strauss-Kahn war es nicht der erste unangenehme Prozess wegen einer angeblichen sexuellen Straftat. Bereits im Jahr 2011, als er noch als aussichtsreicher Präsidentschaftsanwärter galt, wurde er von einem Zimmermädchen eines New Yorker Hotels der Vergewaltigung bezichtigt. In der Folge musste er als IWF-Chef seinen Posten räumen. Die Anklage wurde später aufgrund mangelnder Glaubwürdigkeit der Klägerin fallen gelassen. Doch auch wenn "DSK" in beiden Fällen keine Schuld nachgewiesen werden konnte, sein Image hat massiv gelitten.

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