Silvio Berlusconi: Die größten Sex-Skandale der Politiker

Politiker sind auch Menschen - vor allem sind Politiker offensichtlich häufig in Sex-Skandale verwickelt. Immer wieder verstricken sich die Mächtigsten der Mächtigen in Intrigen, Affären und Vergewaltigungsvorwürfen.

Lief zu diesem Zeitpunkt schon etwas? Monica Lewinsky als Praktikantin von Bill Clinton

Bild: ddp images/Newscom/UPI/spot on news

Was geschieht mit Männern, wenn sie zuviel Macht bekommen? Einige bleiben ganz Mensch, andere nutzen ihre erhabene Stellung aus - auch auf sexueller Ebene. Manche Politiker brechen dabei sogar Gesetze, vergnügen sich mit Minderjährigen, vergewaltigen oder tauchen sogar als Zuhälter auf. Andere gehen zahlreiche Affären ein. Sicher nicht verboten, jedoch moralisch fragwürdig. Die größten Sex-Skandale der Polit-Prominenz.

Dominique Strauss-Kahn

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Es ist ein Niedergang der ganz besonderen Art: Dominique Strauss-Kahn war noch vor wenigen Jahren ein gefeierter französischer Politiker, sogar Finanzminister, Chef der IWF und aussichtsreicher Kandidat der Sozialisten auf die Präsidentschaft. Doch seine Gier nach Frauen hat ihm alles zunichte gemacht. Derzeit sitzt Strauss-Kahn auf der Anklagebank. Der Vorwurf: schwere gemeinschaftliche Zuhälterei. Angeblich soll er über Jahre hinweg gemeinsam mit Kollegen wilde Sex-Partys gefeiert haben. Los ging der Absturz bereits am 14. Mai 2011. Damals wurde DMK in New York wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung am Flughafen verhaftet.

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Die Vorwürfe der Vergewaltigung stellten sich zwar als haltlos heraus, dennoch musste der Franzose einräumen, eine "unangemessene Beziehung" zu der Angestellten eines Hotels gehabt zu haben. Auch die Autorin Tristane Banon warf dem Politiker Vergewaltigung vor und auch in diesem Fall stellte die Staatsanwaltschaft fest, dass es keine versuchte Vergewaltigung gegeben hätte, nur einen "sexuellen Übergriff", der allerdings verjährt war. Die politische Karriere des aufstrebenden Franzosen ist nach diesen Vorfällen dennoch beendet.

Silvio Berlusconi

Die Eskapaden des viermaligen Ministerpräsidenten Italiens, Silvio Berlusconi, füllen bereits ganze Bücher. Schon unzählige Male musste sich der Mailänder vor Dutzenden Gerichten wegen verschiedenster Vergehen rechtfertigen und kam oftmals ungeschoren davon. Zahlreiche Affären säumen den Karriere-Weg des Machos, doch der Bunga-Bunga-Skandal sprengte alles bisher Dagewesene. Dabei ging es um die Beziehung Berlusconis zu der damals minderjährigen Prostituierten Karima el-Mahroug.

Die Marokkanerin, die sich selbst Ruby nannte, wurde 2010 verhaftet, da sie keine Aufenthaltsgenehmigung hatte. Berlusconi rief deswegen bei der Polizei an, behauptete Ruby sei die Nichte des ägyptischen Präsidenten und verlangte die sofortige Freilassung. Der Stein begann zu rollen. Nach und nach kam heraus, dass der Politiker sie zu mehreren Partys in seine Villa einlud, wofür sie 30.000 Euro, ein Auto, Schmuck und Designer-Mode erhielt. Bei den Bunga-Bunga-Partys soll es zu regelrechten Orgien gekommen sein. Laut Unterlagen der Staatsanwaltschaft habe Berlusconi alleine mit Ruby 13 Mal Geschlechtsverkehr gehabt.

Bill Clinton

Die zweite Amtszeit von Bill Clinton wurde von der Affäre mit der damaligen Praktikantin Monica Lewinsky überschattet, die dem US-amerikanischen Präsidenten sogar ein Amtsenthebungsverfahren einbrockte. Anfang Januar brachte die "Washington Post" erstmals eine Meldung, dass Clinton eine Affäre haben solle. Clinton wollte die Vorwürfe in einer mittlerweile legendären Pressekonferenz in das Reich der Fabeln schicken. Noch heute gilt der Satz "I did not have sexual relations with that women" ("Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau") als Inbegriff der öffentlichen Lüge.

Die Affäre entwickelte sich weiter, als Lewinsky vor einer Grand Jury über ihre Beziehung mit Clinton aussagte. Sie gestand, Oralsex mit Clinton gehabt zu haben und übergab den Ermittlern ein mit dem Ejakulat des Präsidenten beflecktes Kleid. Wenige Tage später gab Clinton kleinlaut zu, dass er doch eine "unangemessene Beziehung" mit Lewinsky führte. Glück für Clinton: Das Amtsenthebungsverfahren scheiterte an einer erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit.

Mosche Katzav

Der achte israelische Staatspräsident Mosche Katzav wurde während seiner Amtszeit 2006 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in mehreren Fällen vorgeworfen. Da wenig später Anklage gegen ihn erhoben wurde, legte er 2007 sein Amt nieder. Ende 2010 wurde er von einem Gericht wegen zweifacher Vergewaltigung einer Frau, der sexuellen Belästigung in weiteren Fällen sowie der Behinderung der Justiz schuldig gesprochen. Er wurde zu sieben Jahre Haft verurteilt, die er bis heute absitzt.

Carl XVI. Gustaf

Seit 1973 ist Carl XVI. Gustaf der König aller Schweden. Und genauso lange tummelt er sich auch in den Klatschspalten der europäischen Boulevard-Presse. Den Höhepunkt gab es im Herbst 2010: Seit Monaten waberten wilde Rotlicht-Gerüchte in der Presse umher, in der Biografie "Der widerwillige Monarch" wurden diese dann konkretisiert. Das Buch schildert wilde Partys und Affären mit jungen Frauen. Angeblich existieren auch Aufnahmen von Carl Gustaf aus einschlägigen Etablissements. Auch wenn es in der letzten Zeit ruhiger um den König wurde, Carl Gustaf konnte nie ganz mit den Vorwürfen aufräumen.

Juan Carlos

Auch ein anderer Monarch machte mit Affären Schlagzeilen: Der mittlerweile abgedankte spanische König Juan Carlos war lange Jahre für die Presse ein Tabu. Niemand berichtete über Verfehlungen des Königs, vor allem in Spanien genoss Carlos Narrenfreiheit. Erst eine harsch kritisierte Elefantenjagd sorgte für ein Umdenken und brachte unter anderem eine angebliche Affäre mit der deutschen Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein an die Oberfläche. Und es ging Schlag auf Schlag weiter: Seine Ehe soll bereits in den 70er Jahren zerbrochen sein, wurde nur zum Schein aufrechterhalten. Auch eine geheimnisvolle Katalanin soll seit 1978 ein Verhältnis mit ihrem König haben, von illustren Damen bei zweifelhaften Empfängen in seiner Jagdfinca ganz zu schweigen.

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