Philip Seymour Hoffman: Vor einem Jahr starb Philip Seymour Hoffman

Diese Meldung schockte 2014 die Filmwelt: "Philip Seymour Hoffman ist tot". Am Montag jährt sich der traurige Tag zum ersten Mal. Und Hoffmans Geschichte ist immer noch ein warnendes Beispiel. Ein Rückblick auf Leben und Sterben eines begnadeten Schauspielers.

Melancholischer Blick? Philip Seymour Hoffman im Januar 2014 beim Sundance Filmfestival

Bild: Danny Moloshok/Invision/AP/spot on news

Ein Jahr ist es her, da trauerte ganz Hollywood: Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman (1967-2014) war gestorben. Der Fall traf die Traumfabrik besonders hart - und auch der New Yorker Broadway dimmte am 5. Februar 2014 die Lichter für eine Minute. Denn mit Hoffman war ein glanzvoller Stern am Himmel der US-Schauspieler-Riege einen einsamen und unnötigen Tod gestorben. Mit einer Nadel im linken Arm war der 46-Jährige leblos im Badezimmer seines New Yorker Appartements aufgefunden worden. Schnell war klar: Eine Überdosis Heroin kostete den Vater von drei Kindern das Leben.

Jahrzehntelange Abstinenz

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Zwar waren Hoffmans Drogenprobleme bekannt - doch die Öffentlichkeit ging davon aus, dass ihr Held alles unter Kontrolle habe. Mit verschreibungspflichtigen Medikamenten habe alles begonnen, gestand Hoffman bereits vor Jahren in mehreren Interviews. Es führte auch damals auch schon zur Teufelsdroge Heroin, allerdings nicht in die Venen gepumpt. Geschnupft habe er es, sagte Hoffman voller Reue. Was folgte, war eine jahrzehntelange Abstinenz. Er sei 23 Jahre clean gewesen, hieß es. Keine Medikamente, kein Kokain und vor allem kein Heroin. Und das seit 1989.

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Vor drei Jahren, 2012, soll alles wieder von vorne begonnen haben. Die Drogen waren in das Leben des gefeierten Hollywood-Helden zurückgekehrt. Mit solch einer Wucht, dass es Hoffman selbst mit der Angst zu tun bekam. Im Mai 2013 begab er sich freiwillig in einen Entzug. Er habe Angst, dass er an der Nadel enden könne. Es sei nur eine vorbeugende Therapie, eine Präventiv-Maßnahme. Keine Angst, es gehe ihm gut. All das versicherte Hoffman.

Truman Capote bescherte ihm den Durchbruch und den Oscar

In der vorausgegangenen drogenfreien Zeit hatte sich der gebürtige New Yorker vom kleinen unscheinbaren Nebendarsteller bis in die Beletage Hollywoods gearbeitet. Seinen Höhepunkt und gleichzeitig endgültigen Durchbruch feierte Hoffman erst 2005 dank seiner Rolle als Autor Truman Capote im gleichnamigen Film. Die Kritiker lagen dem Schauspieler zu Füßen. Folgerichtig wurde ihm 2006 auch der Oscar als bester Hauptdarsteller verliehen.

Auch privat lief es ohne Drogen großartig für ihn. 1999 lernte er die Liebe seinen Lebens kennen. Die Kostümbildnerin Mimi O'Donnell schenkte ihm zwei Töchter und einen Sohn. Doch das Glück hielt nur so lange, wie die Drogen keine Rolle für Hoffman spielten. Mit seiner Mimi lief es auf einmal angeblich nicht mehr so gut, von Trennung war bereits die Rede. Eine Nachbarin erzählte der "NY Times" nach Hoffmans Tod, dass der Schauspieler schlecht ausgesehen habe in den vorausgegangenen Wochen. "Wir wussten alle, dass er ein Drogenproblem hat", sagte die Dame der Zeitung.

Am 2. Februar 2014 wurde aus den Gerüchten schließlich traurige Gewissheit. Mimi O'Donnell wartete vergebens mit den drei Kindern auf einem Spielplatz nur wenige Blocks von Hoffmans Wohnung entfernt auf ihren Partner. Als sie Alarm schlug und wenig später zwei Freunde in das Appartement gelangten, war klar: Das Heroin hatte gewonnen, Hoffman war tot. Ein Goldener Schuss riss ihn aus dem Leben. Trotz Ruhm, Erfolg und Reichtum.

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