Jackie Chan: Action-Stars heute: Was wurde aus den Helden der 80er?

Sie waren die Vorbilder einer ganzen Generation von Action-Fans - aber auch Norris, Van Damme und Co. werden älter.

Action schützt vor Alter nicht: So sehen Chuck Norris (li.) und Mr. T (re.) heute aus

Bild: [M] Jordan Strauss/Invision/AP und ddp images/spot on news

Der Action-Film hatte seine goldene Ära in den 1980er und 1990er Jahren, als die knallharten Streifen mit den stählernen Helden wie aus der Pistole geschossen in die Kinosäle knallten. Nicht zuletzt deshalb ist der dritte Teil der "Expendables" für Action-Enthusiasten ein lang ersehntes Highlight, das am 21. August in die deutschen Kinos kommt. Aber auch wenn Sylvester Stallone (68) und Arnold Schwarzenegger (67) hier mal wieder die Hanteln gegen Handgranaten eingetauscht haben, bleibt die Frage: Was machen eigentlich die anderen Kämpfer, Krieger und Karate-Tiger aus den Action-Klassikern vergangener Zeiten?

Chuck Norris altert ohne Worte

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Wer kennt ihn nicht, den legendären Spruch: "Chuck Norris trägt keine Uhr, er bestimmt wie spät es ist." So lieben seine Fans den muskelbepackten Karate-Meister, der in den 80ern mit ernsthaft patriotischen Filmen wie "Missing in Action" große, wenn auch wortkarge Erfolge feierte. Seine Roundhouse-Kick-Karriere hängte Chuck Norris (74) 2012 nach seinem Auftritt in "The Expendables 2" an den Nagel. Das verschaffte dem fünffachen Vater die nötige Zeit, sich verstärkt für die republikanische Partei zu engagieren, sich um seine Produktionsfirma für religiöse Filme zu kümmern und dem Stuntman und Rennfahrer Eric Norris (49) - seinem jüngsten Sohn - Tipps zu geben.

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Jean-Claude Van Damme kann noch den Spagat

Der belgische Action-Hero Jean-Claude Van Damme (53) hatte seinen Durchbruch mit "Bloodsport", der den damals 28-Jährigen in die Liga der Hollywood-Haudegen katapultierte - und mit denen er 2012 im zweiten Teil der "Expendables" vor der Kamera stand. Seit der Biopic-Komödie "JCVD" gibt es kaum noch Geheimnisse über den dreifachen Vater und fünfmal verheirateten On-Off-Veganer, der mittlerweile seine Kokainsucht, seine bipolare Störung und seine Zeit als Obdachloser in der Wahlheimat Los Angeles eingestand. Heute sieht man "The Muscles from Brussels" nur noch in "Volvo"-Spots seinen berühmten Spagat machen und in Reality-Shows langsam altern.

Steven Seagal bringt nichts aus der Ruhe

Mit weniger Gesichtsregungen als der US-amerikanische Action-Held Steven Seagal (62) kann nur Chuck Norris eine Waffe abfeuern. Und angeblich hat der praktizierende Buddhist und Polizist nur deshalb nie bei den "Expendables" angeheuert, weil Kampf-Kollege Van Damme sonst nicht mitgespielt hätte. Aber als Aikido-Champion und Vegetarier ist der "Alarmstufe Rot"-Star heute der friedlichen Konfliktlösung verpflichtet. Wer das testen will, sollte einmal mit 100 Sachen durch das beschauliche Städtchen Jefferson Parish in Louisiana rasen. Wenn der Reserve Deputy Chief Sheriff Seagal zufällig Wache schiebt, wird sich herausstellen, wie es um seine Seelenruhe steht.

Jackie Chan bleibt der rechtschaffene Kampf-Kasper

Dass er der Nachfolger von Bruce Lee (1940-1973) sein soll, hat der Hongkonger Jackie Chan (60) immer dementiert. Stattdessen wurde der Martial-Arts-Akrobat zur Action-Legende, weil er so gut wie jeden Stunt seiner Karriere selbst gestanden hat - was ihm, wie in "Meister aller Klassen", zahlreiche Beinahe-Tode einbrachte. Seine Berühmtheit nutzt der zweifache Vater vor allem für sein soziales Engagement. Heute sind Magazine mit ihm auf dem Cover mancherorts in nur zwei Stunden ausverkauft. Bei der Eröffnung der Pekinger Olympiade 2008 war er der Star und falls das alles für die Rente nicht reichen sollte, hat er Prinz Charles offiziell angeboten, ihm Kung Fu beizubringen.

Mr. T hat sein Geschmeide abgelegt

Als der brachiale Bodyguard "Mr. T" hat Laurence Tureaud (62) Größen wie Diana Ross, Muhammad Ali und Michael Jackson beschützt, bevor ihn Sylvester Stallone für den Film entdeckte. Kurz darauf wurde der furchtlose Wrestler mit dem Irokesen als der goldbehangene B.A. Baracus im "A-Team" weltberühmt. Doch heute ist es still um den Vater von drei Kindern geworden. Nach eigenen Aussagen hat die Heilung seines Lymphknotenkrebses seinen Gott-Glauben gefestigt. Die Hurricane-Katastrophe Katrina hat ihm die Dekadenz seines 300.000-Dollar-schweren Schmucks vor Augen geführt. Jetzt arbeitet Mr. T als christlicher Prediger und hat seine Klunker abgelegt - was angeblich eine Stunde dauerte.

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