Ein Reihenhaus steht selten allein: Stephan Luca: "Ich halte nichts von offenen Beziehung"

Stephan Lucas Plan geht auf: Man kennt ihn und Frau steht auf ihn. Einziger Haken: Hinter seiner Karriere steckt gar kein Plan. Denn was der Schauspieler von Lebensplänen hält, erklärt er im Interview - und Affären kommen ihm auch nicht ins Haus.

Das Leben in der Reihenhaussiedlung war nicht sein Traum: Familienvater und Künstler Jan (Stephan Luca)

Bild: ZDF/Rainer Servos/spot on news

Stephan Luca (39, "Kein Sex ist auch keine Lösung") ist leidenschaftlicher Schauspieler, aber Frauenschwarm wider Willen, wie er in Interviews gerne erklärt. Aus der Nummer kommt der gebürtige Stuttgarter jedoch nicht mehr raus. Zumindest nicht, solange er in witzigen Beziehungskomödien wie "Ein Reihenhaus steht selten allein" (29. Mai, 20.15 Uhr, ZDF) zu sehen ist.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt er, warum er Patina dem Neubau vorzieht, wie gerne er shoppen geht, warum Männer zufriedener sind als Frauen und was eine Affäre für die Beziehung bedeutet.

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Wie wichtig ist eine inspirierende Umgebung für Sie als Künstler?

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Video: spot on news

Stephan Luca: Sehr wichtig. Nicht zuletzt, weil ich daran glaube, dass sich der Mensch an seine Umgebung anpasst. In verwahrlosten Gebieten merkt man das deutlich. Ebenso deutlich merkt man, was schon ein bisschen Farbe in solchen Gebieten verändern kann.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, in ein Reihenhaus zu ziehen?

Luca: Nein, weil ein Neubau generell nicht so meine Welt ist. Mir sind Häuser mit einer gewissen Patina, bei denen man hin und wieder etwas reparieren muss, sympathischer als die vielleicht vernünftigere Entscheidung, in ein Neubaugebiet zu ziehen. Außerdem finde ich es in Ordnung, die Privatsphäre zu schützen, was mir in einem Reihenhaus ja etwas schwieriger erscheint.

Was halten Sie von Lebensplänen?

Luca: Wenn du willst, dass Gott über dich lacht, dann erzähl ihm deine Pläne - es ist sicher nicht verwerflich, sich Ziele im Leben zu setzen. Die Frage ist nur, wie realistisch sie sind. Wir müssen ja privat und beruflich auch immer Kompromisse eingehen. Dabei die eigenen Ziele nicht ganz aus den Augen zu verlieren, ist neben der Aufgabe Kinder zu erziehen, wahrscheinlich die größte Herausforderung für uns alle.

Wie im Märchen oder in Doris Dörries gleichnamigem Film "Der Fischer und seine Frau" wollen Frauen oft immer mehr und weiter, auch wenn die Lebenssituation eigentlich in Ordnung ist. Warum machen die Männer das meistens mit?

Luca: Das ist im Prinzip seit Adam und Eva so. Die große Kunst ist es, sich gemeinsam Ziele zu setzen und die dann auch zu verfolgen. Schwierig wird es, wenn die Ziele irgendwann nicht mehr die gleichen sind.

Können Sie zufrieden sein?

Luca: Wenn ich zum Beispiel den Italiener gefunden habe, der für mich der beste in der Stadt ist, dann brauche ich nicht noch fünf weitere. In dem einen fühle ich mich dann zuhause, das ist mein kleines Wohnzimmer, in dem mir auch nicht langweilig wird. Frauen sind da etwas anders: Sie werden schneller wieder neugierig oder brauchen Abwechslung. Wir Männer sind da ein bisschen gemütlicher.

Gehen Sie gerne shoppen?

Luca: Nein. Ab und zu kaufe ich mir gerne ein paar Schuhe, aber shoppen ist nichts für mich. Da werde ich wahnsinnig.

Sie haben eine Tochter. Käme für Sie ein Vaterschaftsjahr infrage?

Luca: Inzwischen gibt es sehr viele Väter, die das machen. Ich kann mich da allerdings nicht ganz so gut hineinversetzen, weil diese Frage bei mir nie aufkam. Das hat sicher auch mit meinem Beruf zu tun.

Was halten Sie von dem Spruch "Alte Liebe rostet nicht"?

Luca: Wenn man sich so fühlt, als wäre man in einer Sackgasse, kann es schon sein, dass auch mal eine alte Liebe wie ein Strohhalm erscheint. Vor allem, wenn sie einem das Gefühl gibt, endlich mal wieder cool oder Mann zu sein.

Sollte man Affären beichten?

Luca: Ich halte nichts von offenen Beziehung, in denen jeder machen kann, was er will - Hauptsache, er/sie ist am Abend wieder zuhause. Oder von dem Spruch "Affären beleben die Beziehung". Ich habe einen sehr hohen Anspruch an Freundschaften und Beziehungen. Wenn jemand eine Affäre hat, ist meiner Meinung nach die Beziehung am Ende angekommen. Entweder ist man mit jemandem zusammen oder eben nicht - beide Entscheidungen sind mutig. Treue und Freiheit gleichzeitig zu verlangen, ist eines zu viel.

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