Nicole Kidman: Schlechter Schönheitschirurg, schlechter Film

Spott und Pfiffe für den Eröffnungsfilm in Cannes und seine Hauptdarstellerin Nicole Kidman: Ihr Film «Grace of Monaco» vergraulte die ganze Fürstenfamilie, ihr Gesicht wurde vom Schönheitschirurgen eigenartig zugerichtet. Da hilft auch kein Tänzchen auf dem roten Teppich.

Wie Hollywood-Star Nicole Kidman sich ob der Pfiffe fühlt, die ihr neuer Film «Grace of Monaco» in Cannes einheimste, ist unmöglich zu erkennen. Denn das Gesicht des australischen Filmstars ist in Wachs gegossen - pardon, wohl eher in Botox. Während ihre Schauspiel-Kollegen Paz Vega und Tim Roth trotz allem lachen und winken, steht sie einfach versteinert da.

Eigentlich hatte Nicole Kidman 2013 behauptet, sie sei von der Glattmacher-Droge Botox losgekommen und könne ihr Gesicht wieder bewegen. Doch offensichtlich erlitt die Frau, die Grace Kelly spielen durfte, einen herben Rückfall.

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Nicht nur Botox: So ließ sich Nicole Kidman ihre Apfelbäckchen schnitzen

In der «Bunten» analysiert der Berliner Schönheitsmediziner Michael R. Schmidt-Kulbe Kidmans Wachs-Gesicht. Er sieht Botox im Stirn- und Augenbereich, vermutet in den Wangen jedoch zudem Eigenfett und Hyaluronsäure, um die trendigen Apfelbäckchen zu modellieren. Ihr Schönheitschirurg hat Kidman offenbar eine Überdosis davon verabreicht.

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So perlt zumindest die Kritik an ihrem Film «Grace of Monaco» an Nicole Kidman ab. An der Cote d'Azur gab es Pfiffe für den Streifen über die schillernde Monaco-Fürstin Grace Kelly und ihren Gatten Rainier - schließlich liegt Cannes nur 40 Kilometer von Monco entfernt. Doch Kidman blickt nur stoisch in ihrem blauen Glitzer-Kleidchen vom roten Teppich, während der gesamte Grimaldi-Clan, allen voran Grace Kellys und Rainiers Kinder Albert, Caroline und Stefanie, die Premiere bei ihrem Haus- und Hof-Festival boykottierten.

«Grace of Monaco» verdreht die Geschichte um Grace Kelly (Nicole Kidman) total

Da half es auch nichts, dass Nicole Kidman zur Eröffnung ein Tänzchen mit Schauspieler Lambert Wilson zum Besten gab. «Grace of Monaco» sei eine «Verdrehung» der Familiengeschichte aus «rein kommerziellen Zwecken», hatte Albert verkündet: «Wir distanzieren uns von diesem Projekt, das behauptet, vom Leben unserer Eltern zu handeln. Für uns ist dieser Film nicht biografisch, sondern historisch ungenau und zum Teil fiktional.»

Tatsächlich hatte Regisseur Oliver Dahans offensichtlich kein Interesse daran, die Monate Anfang der 1960er Jahre realistisch darzustellen, in denen Grace Kelly von Alfred Hitchcock die Hauptrolle in «Marnie» angeboten bekommt, während Fürst Rainier sein Fürstentum Monaco gegen Charles de Gaulle verteidigen muss. Im Film rettet Nicole Kidman alias Grazia Patrizia ihr Monaco einfach im Alleingang und hält eine glamouröse Rede - die es nie gegeben hat!

Versteinerte Nicole Kidman: «Mit ganz viel Liebe und Emotionen gespielt»

Immerhin äußert sich Nicole Kidman dann doch noch - verbal und ganz aus der Defensive. «Der Film will der Familie - und Gracia Patricia - nichts Böses», beteuert sie. Sie habe mit ganz viel Liebe und Emotionen gespielt. Doch so angestrengt sie derzeit auch zu lächeln versucht, es klappt einfach nicht.

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iwi/news.de

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