Paul Walker: Warum der frühe Tod von Paul Walker noch immer berührt

Paul Walker ist nach seinem Tod allgegenwärtiger als zu Lebzeiten. Kaum eine Woche vergeht ohne Meldungen, die mit dem verstorbenen Schauspieler in Verbindung stehen. Bemerkenswert, war er doch bis zum 30.

Auch bei den MTV Movie Awards wurde an Paul Walker erinnert

Bild: Matt Sayles/Invision/AP/spot on news

Knapp ein halbes Jahr ist es her, dass Schauspieler Paul Walker bei einem Autounfall ums Leben kam. Am 30. November 2013 verunglückten der 40-jährige Walker und der mit ihm befreundete Rennfahrer Roger Rodas im kalifornischen Valencia, als Rodas bei überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über den Porsche Carrera GT verlor. Das Fahrzeug prallte daraufhin zunächst gegen einen Laternenmast, dann gegen einen Baum und ging schließlich in Flammen auf. So tragisch das Unglück für die Hinterbliebenen ist, so bemerkenswert ist der Kult, der nach seinem Tod um den Schauspieler einsetzte.

Vergleiche mit dem 1955 ebenfalls bei einem Autounfall verstorbenen James Dean wurden herangezogen: Walker spielte nicht nur auf der Leinwand einen PS-Narren, seine Leidenschaft für schnelle Autos war echt. Dass ihn diese Passion letztendlich das Leben kostete, verkauft sich gut. Ironie des Schicksals. "Wenn mich die Geschwindigkeit eines Tages umbringt, weint nicht um mich, denn ich habe gelächelt." Wo und wann Walker diesen Satz gesagt haben soll, weiß niemand, aber als das Zitat erstmal tausendfach auf T-Shirts gedruckt und auf Heckscheiben geklebt war, wollte auch keiner mehr nachfragen.

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Bei Google Trends, einem Tool, das die beliebtesten Suchbegriffe auflistet, hält sich Walker in Deutschland noch immer auf Platz zwei. Und das, obwohl seit Dezember einige andere Prominente ihr Leben gelassen haben. Philip Seymour Hoffman etwa, der sich mit einer Überdosis Heroin aus dem Leben schoss. Im Gegensatz zu Walker immerhin Oscar-Preisträger. Sein Name aber taucht bei Google Trends nicht auf den vorderen Plätzen auf. Nachrichten, die in Zusammenhang mit Walkers Tod stehen - etwa, dass Rodas' Witwe gegen Autohersteller Porsche klagt - interessieren die Menschen dagegen noch immer. Paul Walker ist heute um einiges berühmter als vor sechs Monaten, als ihn vor allem Fans der "Fast and Furious"-Reihe kannten. Der frühe Tod machte aus einem durchschnittlichen Schauspieler eine Legende.

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Ein Autounfall wird als tragischer empfunden als eine Überdosis. Wer mit Drogen experimentiert, gilt als krank, hat ein paar schwerwiegende Probleme und müsste sich der tödlichen Gefahr schließlich bewusst sein. Und wer in hochgezüchteten Autos mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Gegend rast? Taugt immer noch zum strahlenden Helden.

Während sich Freunde und Kollegen mit öffentlichen Beileidsbekundungen um den heroinabhängigen Hoffman vergleichsweise zurückhielten, trauerten die "Fast and Furios"-Kollegen vor aller Welt. Vor allem Vin Diesel, der bereits am Unfallort zu den Fans sprach, postet auf Facebook bis heute Fotos von sich und Walker oder erzählt von gemeinsamen Erlebnissen. Die Medien greifen seine Worte auf, die Erinnerung an Walker wird aufrecht erhalten.

Selbst wenn der Walker-Kult in den nächsten Monaten etwas verebben sollte, spätestens im Frühjahr 2015 wird er nochmal so richtig aufblühen: Dann kommt "Fast and Furious 7" in die Kinos. Die Dreharbeiten waren bereits in vollem Gange, als Walker starb. Seine Brüder Cody und Caleb werden ihn nun in einigen Szenen doubeln. Es ist davon auszugehen, dass der Film sämtliche Zuschauerrekorde seiner Vorgänger einstellen wird. Ob gut oder schlecht - das fertige Ergebnis wird die Menschen interessieren. Erst recht, wo sie jetzt, anders als vor ein paar Monaten, wissen, wer Paul Walker war.

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