Sandra Völker: Darum versteigert Weltrekordlerin Sandra Völker ihre Medaillen

Von der Weltspitze in die Insolvenz: Die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Sandra Völker muss ihre Medaillen versteigern. Sie hofft, sich damit aus der Privatinsolvenz retten und einen Neuanfang wagen zu können.

Schwimmerin Sandra Völker im Jahr 2002 mit ihrer Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften

Bild: ddp images/spot on news

Sie war ein Star, mehr zu Wasser als zu Lande. Elf Weltrekorde, vier Weltmeisterschaften und eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta hat Sandra Völker (40) aus Bad Schwartau bis 2001 im Schwimmbecken errungen. Von den 45 Titeln bei Deutschen Meisterschaften (Kurz- und Langbahn) ganz zu schweigen. Die anschließende Karriere auf dem Trockenen verlief weniger glanzvoll. Laut "Süddeutscher Zeitung" lebt die 40-Jährige jetzt in Privatinsolvenz.

Nach dem Ende ihrer Schwimmkarriere sei Völker, so das Blatt, nicht mehr so recht auf die Füße gekommen. Eine teure Eigentumswohnung in Hamburg, abgesprungene Sponsoren und eine völlig ungeordnete Buchführung hätten sie in einen finanziellen Teufelskreis gezwungen. Zwar "kam immer wieder Geld rein. Aber es war gleich wieder weg, weil sich viele Rechnungen aufgestaut hatten."

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Inzwischen lebte Sandra Völker, die in ihrer Karriere über eine Million Euro verdient hatte, von Hartz IV. In ihrer Not will sie ihre Medaillen und Siegerurkunden verkaufen, die ein Aktionshaus nun versteigert. "Die Aktion hilft mir in einer schwierigen Zeit, damit ich noch mal von vorne anfangen kann", sagte sie der SZ.

Die Ex-Schwimmerin hofft auf einen Erlös von 100.000 Euro. Dann wären Banken und Vermieter ausbezahlt, dann wäre sie schuldenfrei.

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