Papst Franziskus: Wer knickst hier vor wem? - Die Queen zu Besuch beim Papst

An Donnerstag trafen im Vatikan mit Queen Elisabeth II. und Papst Franziskus zwei Staats- wie auch Kirchenoberhäupter aufeinander. Für viele stellt sich da die Frage, wie die beiden beim Protokoll aufeinander reagieren.

Papst Franziskus gilt als unkompliziert

Bild: ddp images/spot on news

Als am Donnerstagnachmittag Queen Elizabeth II. (87) in Begleitung von Prinz Philip (92) Papst Franziskus (77) im Vatikan besuchten, trafen zwei Oberhäupter aufeinander. Die Queen ist das offizielle Staatsoberhaupt der 53 Commonwealth-Staaten und das Oberhaupt der anglikanischen Church of England, Papst Franziskus das Oberhaupt des Vatikanstaats und der römisch-katholischen Kirche.

Dabei trafen auch die Hofprotokolle der beiden Persönlichkeiten aufeinander. Wer knickst vor wem? Küsst die Queen den Ring des Papstes? Mit welchem Titel spricht Franziskus Elizabeth II. an? Es gibt einige Regeln, die bei einem solchen Aufeinandertreffen zu beachten sind.

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Queen Elizabeth II. gilt bei solchen Fragen als sehr traditionell. Erst vor Kurzem wurde die Regel gelockert, dass man sich nach einem Treffen mit der Queen nicht mehr der Monarchin zugewendet entfernen muss, da das Rückwärtsgehen schwierig und teilweise sogar gefährlich war. Es gibt sogar eine strenge Kleiderordnung für ein Treffen mit der Queen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (59) fiel beispielsweise negativ auf, als sie einmal im Hosenanzug erschien.

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Für Staatsoberhäupter gilt nur Händeschütteln - und nicht wie Michelle Obama (50) den Arm auf die Schulter legen. Daran hielt sich der Papst beim Treffen wohl. Zur Verbeugung des Kopfes (Männer) oder dem Knicks (Frauen) sind Ausländer nicht verpflichtet. Angesprochen wird sie der Papst vermutlich mit "Her Majesty" oder "Ma'am" haben.

Auch bei einem Papst-Besuch ist einiges zu beachten. Frauen erscheinen in der Regel mit Hutschleier und dunkler Kleidung, Männer im schwarzen Frack. Zudem dürfen nur verheiratete Paare zusammen erscheinen. So erschien der damalige französische Präsident Sarkozy (59) ohne seine Freundin Carla Bruni (46). Angesprochen wird der Papst von Katholiken als "Heiliger Vater", ansonsten "Seine Heiligkeit", was für die Queen gelten dürfte.

Dass Papst Franziskus aber als wahrer Protokoll-Schreck gilt, dem Tradition nicht so wichtig ist, und sich die beiden auf Augenhöhe begegneten, dürfte die Sache um einiges entspannter gemacht haben. Die Queen verzichtete deshalb und wegen des informellen Charakters des Treffens auf schwarze Kleidung und Schleier und wählte stattdessen ein fliederfarbenen Mantel mit passendem Hut und ließ einen weiß-geblümten Rock erahnen.

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