Von news.de-Redakteur - 14.02.2014, 11.01 Uhr

«Fuck the ARD»: Jörg Kachelmann wütet öffentlich gegen die ARD

Mit so einer heftigen Reaktion hatten die Verantwortlichen des SWR-«Nachtcafé» wahrscheinlich nicht gerechnet. Wettermoderator Jörg Kachelmann sollte in der Talkshow zum Thema «Gesellschaftsspiel Klatsch» Stellung nehmen. Doch was folgte, war eine bitterböse Abrechnung mit dem Senderverbund.

Fernsehmoderator Jörg Kachelmann wettert gegen die ARD. Bild: dpa

Auf dem Twitter-Profil von Wettermoderator Jörg Kachelmann kann man seine Grundsätze klar nachlesen: «Anti-Antiamerikaner. Enteignet Springer! Gegen #vollpfostenjournalismus und #vollpfostenmeteorologie» steht da als Beschreibung. Vielleicht kommt zu dieser Aufzählung demnächst noch der Schlachtruf: «Fuck the ARD» hinzu. Denn genau mit diesem Satz beendet der 55-jährige Schweizer in Anlehnung an den verbalen Ausrutscher der US-Diplomatin Victoria Nuland einen Antwortbrief an seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Zitate aus Kachelmanns Buch
«Recht und Gerechtigkeit»
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Warum sollte Kachelmann ausgerechnet zum «Gesellschaftsspiel Klatsch» sprechen?

Aber warum? Jörg Kachelmann, der bis zu seiner Verhaftung nach den Olympischen Winterspielen in Vancouver vor ziemlich genau vier Jahren seinen festen Platz im Unterhaltungssystem der ARD hatte und dort unter anderem das «Wetter im Ersten» oder die Talkshow «Riverboat» präsentierte, erhielt eine Einladung für die SWR-Talkshow «Nachtcafé» mit Wieland Backes.

So weit, so unspektakulär. Es dürfte vor allem das Thema der Sendung gewesen sein, das Kachelmann zu seinen drastischen Worten trieb. Oder hatten die Verantwortlichen des Formats tatsächlich geglaubt, Kachelmann würde sich wirklich zum Thema «Gesellschaftsspiel Klatsch» äußern?

FOTOS: Prozess Freispruch für Kachelmann

Kachelmanns Verdruss sitzt tief

Ganz offensichtlich: Der Sender veröffentlichte mittlerweile ein Erklärung, in der es heißt, da sich Kachelmann «offensiv mit dem Thema bereits in der Öffentlichkeit präsentiert» habe, «mussten wir davon ausgehen, dass eine Anfrage an ihn auf dieser Grundlage eine reale Aussicht auf Erfolg hat».

Mit einer solchen Abfuhr hatten die «Nachtcafé»-Verantwortlichen nicht gerechnet. Doch Kachelmanns Verdruss sitzt tief seit den Vorfällen im Jahr 2010. Zu schnell habe sich die ARD damals von ihm losgesagt.

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