Tod nach Scherzanruf William und Kate «tief traurig»

William und Kate
Ein royales Traumpaar

Was lustig begann, endete in einer Tragödie: Die Krankenschwester der schwangeren Kate, die auf Scherzanrufer eines australischen Radiosenders hereingefallen war, ist tot. Die Moderatoren setzen ihre Arbeit nach dem Vorfall aus. William und Kate zeigen sich bestürzt.

Großbritannien und Australien trauern nach dem Tod der Krankenschwester Jacintha Saldanha in London, die auf den Trickanruf einer australischen Radiostation hereingefallen war. Die verheiratete Mutter zweier Kinder war am Freitag unter nicht näher genannten Umständen tot aufgefunden worden.

Das berichteten die britischen Medien. Die Mitarbeiterin des King Edward VII Hospitals hatte unwissentlich einen Scherzanruf des australischen Radiosenders 2Day FM in die Abteilung der schwageren Herzogin Kate durchgestellt. Ein Fremdverschulden schlossen die Ermittler aus, wollten aber nichts zur Todesursache sagen.

Britische Boulevardmedien spekulierten über einen Selbstmord. Von Scotland Yard hieß es indes, dass der Tod der Schwester zu diesem Zeitpunkt nicht als «verdächtig» angesehen werde. Ein Gerichtsmediziner soll den Fall untersuchen.

Saldanha war am Freitagvormittag in einer Wohnung in London aufgefunden und noch an Ort und Stelle für tot erklärt worden. Die 46-jährige Mutter zweier Kinder war laut einem BBC-Bericht die diensthabende Krankenschwester, die den Anruf entgegengenommen hatte, bei dem sich zwei Moderatoren des Senders am Dienstag als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles ausgegeben hatten. Jacinta S. war dem Bericht zufolge aber nicht diejenige, die Einzelheiten über Kates Gesundheitszustand an die vermeintliche Queen weitergegeben hatte.

Facebook-Seite des Senders erlebt Shitstorm

Australiens Regierungschefin Julia Gillard sprach am Samstag von einer «schrecklichen Tragödie». Der australische Radiosender äußerte über seine Facebook-Seite sein «tiefstes Mitgefühl mit ihrer Familie und allen, die von dieser Situation weltweit betroffen sind». Die für den Streich verantwortlichen Radio-DJs würden vorerst ihre Show ruhen lassen - «aus Respekt für das, was nur als Tragödie beschrieben werden kann».

Mel Greig und Michael Christian sagten, es täte ihnen sehr leid, wenn sie Probleme bereitet hätten. Sie seien selbst überrascht gewesen, dass ihr Anruf überhaupt ernst genommen worden sei, sagten sie. «Wir dachten, sie legen sofort auf, wenn sie unsere schrecklichen Akzente hören», erklärten die beiden.

Die Facebook-Seite des Senders wurde nach Bekanntwerden des Todes der Krankenschwester mit verärgerten Reaktionen überschwemmt. In vielen der mehreren Tausend Posts wurde die Entlassung der beiden Moderatoren gefordert, berichtete ABC-News. Der Sender wurde zudem aufgefordert, eine Entschädigung an die Hinterbliebenen zu zahlen.

Die Radiostation geriet am Samstag schwer unter Druck. Die Supermarktkette Coles zog ihre Anzeigen bei dem Sender zurück und erklärte dazu, die «Australier verärgert und erschüttert über die tragischen Konsequenzen» dieses Streichs. Auch andere Unternehmen kündigten ihre Anzeigen bei 2Day FM. Kommunikationsminister Stephen Conroy forderte den Medienkontrollrat Australiens auf, die Angelegenheit zu untersuchen.

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William und Kate in Trauer, Klinik geschockt

Das britische Königshaus teilte in London seine Trauer über den Vorfall mit. Prinz William und seine Frau Kate reagierten «tief traurig» auf die Nachricht, wie der St. James's Palace mitteilte. «Es wurde sich im King Edward VII Hospital zu jeder Zeit von jedem wundervoll um Ihre königlichen Hoheiten gekümmert - und ihre Gedanken und Gebete sind bei Jacintha Saldanhas Familie, den Freunden und den Kollegen in dieser sehr schwierigen Zeit.»

Die Herzogin von Cambridge (30) war wegen ihrer Schwangerschaftsübelkeit von Montag bis Donnerstag in der Privatklinik behandelt worden. Ein Sprecher des Königshauses bekräftigte, dass sich der Palast zu keinem Zeitpunkt über den Zwischenfall mit dem Scherzanruf beschwert habe.

Jacinta S. war seit mehr als vier Jahren in der Klinik beschäftigt und wurde wegen des Scherzanrufs nicht suspendiert und hatte auch keine anderweitigen Konsequenzen zu fürchten. «Das Krankenhaus hat sie während dieser schwierigen Zeit unterstützt», teilte die Klinik mit. «Unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl sind jetzt bei ihrer Familie und ihren Freunden», sagte Klinikchef John Lofthouse. «Jeder hier ist geschockt über den Verlust einer beliebten und wertvollen Kollegin.»

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zij/news.de/dapd/dpa

Leserkommentare (13) Jetzt Artikel kommentieren
  • Jo. Burger
  • Kommentar 13
  • 12.12.2012 02:49
Antwort auf Kommentar 10

Ganz d'accord! Nicht d. Witz (u. Schadenfr. ist bekanntl. d. Beste!) ist d. Übeltäter, sond. ein krankes System! Wenn Promis, Royals u.dgl. als Vorbilder & Wertmasstab genommen werden, dann musste ja sowas passieren. D. Scherz hätte sofort als solcher erkannt werden können, denn d. Queen ruft nie persönl. an! Aber Denken ist heute ja Mangelware.. - D. engl. Witz ist zu Recht weltweit beliebt; i.d.R hat er ein gewisses intell. Niveau & ist nicht d. in Dtld so beliebte "Schenkelklopfer". - PS: Warum sind d. meisten Kom. hier immer so primitiv? "Rübe ab" ist doch "intellekt. Dünnpfiff" :(s. #11)

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  • Rocky
  • Kommentar 12
  • 11.12.2012 12:55

Auf keinem Fall ist so eine Tat als Scherz zu werten und damit durch die Hintertür zu rechtfertigen. Beide aufhängen, die einzige Antwort die es gibt. Denn ob Jornalisten, Papparazzis oder Morderatoren, alle sind sensationslüsterne Scharatane, unter gewissen Umständen auch Mörder, wie Kom.2 bemerkt hat.

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  • nichtssager
  • Kommentar 11
  • 10.12.2012 12:42
Antwort auf Kommentar 7

Sehe ich genauso. ÜberEnglishcen Humor kann ich bei Leibe nicht Lachen. Da wird auf Teufel komm raus ein Geistiger und Intelektueller Dünpfiff als Witz verkauft der jedem Halbwegs Inteligentem Menschen nur noch ein Traurig resigniertes Kopfschütteln enlockt dargeboten. Der vergleich mit der Schusswunde trifft exact ins Schwarze denn genauso so Lustig ist das !!

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